Doch der „Indica“ wurde ein Erfolg. Auf dem – nach China – umkämpftesten Automarkt der Welt hat sich Tata Motors einen Marktanteil von 20 Prozent erkämpft. Der Nano soll das Sprungbrett sein für mehr.
Gerade deshalb fürchten Analysten, Tata könne mit Jaguar und Land Rover Zeit und Energie verschwenden, die dem Konzern beim Ausbeuten der Goldmine vor seiner eigenen Haustüre fehlten. Beide Marken haben Ford zwei Jahrzehnte lang nicht glücklich gemacht. Das lässt den Kaufpreis von 2,3 Milliarden Dollar riskant erscheinen.
Ratan Tata hingegen setzt auf andere Vorteile – vor allem auf den Zugang zu moderner Autotechnik, welche die Inder sonst erst teuer entwickeln müssten. Der Kauf der LKW-Sparte von Daewoo 2003 zeigte, dass die Strategie funktioniert: Er ermöglichte Tata den schnellen Sprung ins Geschäft mit schweren LKWs.
Ratan Tata ist 70, aber er lässt sich Zeit. Für ihn zählen vor allem langfristige Gewinne. Ob er sie auch bei Jaguar und Land Rover findet, muss sich jedoch erst noch erweisen.
