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26.06.2007 
Manfred Wittenstein will VDMA-Chef werden

Maschinenbauer suchen neuen Kopf

von W. Gillmann

Für eine der großen deutschen Branchen stehen in den nächsten Tagen wichtige Personalentscheidungen an. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sucht einen neuen Präsidenten. Denn bereits nach drei Jahren endet die Amtszeit von Dieter Brucklacher, eine Wiederwahl sieht die Satzung nicht vor. Deshalb wird ein Nachfolger gesucht.

Manfred Wittenstein wäre gerne VDMA-Chef.Lupe

Manfred Wittenstein wäre gerne VDMA-Chef.

DÜSSELDORF. Bisher gilt Manfred Wittenstein als Favorit. Der 1942 in Berlin geborene Unternehmer aus Igersheim bei Würzburg ist als Vizepräsident des VDMA geborener Kandidat. Und er hat seinen Hut bereits in den Ring geworfen, als seine Firmensprecherin im Mai die Kandidatur bestätigte. Das hat im Verband für einigen Ärger gesorgt.

Der Unternehmer mit dem markanten Kinnbärtchen steht im Verband für das Thema Forschung und Innovation, das er auch in zahlreichen Gremien wie dem Fraunhofer Institut oder dem Wissenschaftsrat vorantreibt. Sein eigenes Spezialunternehmen hat viele Auszeichnungen für Getriebe erhalten, die in Aufzügen, Robotern und im Airbus eingesetzt werden.

Aber Wittenstein ist nicht der einzige Vizepräsident des VDMA. Der andere, Thomas Lindner, hält sich zurück und äußert sich nicht zur Kandidatur für den Spitzenposten. Auch sonst ist der 1951 geborene, geschäftsführende Gesellschafter des schwäbischen Nähnadelherstellers Groz-Beckert eher verschlossen, zum Beispiel mit Angaben über sein Unternehmen. Dafür ist Lindner Chef des einflussreichen VDMA-Landesverbandes Baden-Württemberg und damit in Stuttgart Nachfolger von Brucklacher.

Die Wahl zum Präsidenten des Verbandes mit knapp 3000 Mitgliedsfirmen ist ein komplizierter Vorgang. Normalerweise tritt einer der beiden Vizepräsidenten die Nachfolge des amtierenden Präsidenten an. Das vierköpfige Präsidium dürfte gestern Abend auf seiner Sitzung dafür die Weichen gestellt haben.

Heute tagt im Hause des VDMA in Frankfurt der engere Vorstand. Diese 24 Unternehmer mit so bekannten Namen wie Berthold Leibinger von Trumpf, Michael Rogowski von Voith oder Bernhard Schreier von Heidelberger Druckmaschinen werden in offener Abstimmung einen Personalvorschlag erarbeiten, den der Hauptvorstand mit seinen rund 100 Mitgliedern am Donnerstag verabschieden wird. Die eigentliche Wahl findet am 5. Oktober auf der Mitgliederversammlung in Hamburg statt.

„Kampfabstimmungen sind selten“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse. Normalerweise folgt die Versammlung den Vorschlägen des Vorstands.

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