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10.06.2008  | Aktualisiert 24.06.2008, 17:03 Uhr 

Mit dem direkten Einfluss des indischen Eigentümers hat er gelernt umzugehen. „Wolfgang Prock-Schauer zeichnet seine Beharrlichkeit aus. Ohne die und eine gute Portion Gleichgültigkeit hätte er es nie so lange in Indien ausgehalten“, sagt Wolfgang Borchert, lange Jahre Chefpilot bei Jetairways und seit wenigen Monaten in führender Position bei Maximus Aircargo in Abu Dhabi.

Der Österreicher vergisst trotz des ruinösen Preiskampfes und des Rekordölpreises nicht die internationale Expansion – sollte er auch nicht.

Indien ist ein riesiger Heimatmarkt mit einer Milliarde Menschen. Da gibt es immer mehr Geschäftskunden, die eine Fluggesellschaft für Langstreckenflüge ins Ausland brauchen. Das weiß Prock-Schauer. „Für den Verkehr nach Europa und Nordamerika brauchen wir neben London und Brüssel noch einen weiteren Standort im Herzen von Europa“, sagt der Jetairways-Chef.

Er interessiert sich für München, Mailand, Zürich und – Wien. Direktflüge in die österreichische Hauptstadt hätten für Prock-Schauer nicht nur ihren privaten Charme. Seine Familie wohnt nahe Wien und mit Besuchen alle drei, vier Wochen ist das, so Prock-Schauer, „nicht das ideale Familienleben“.

Wien zeichnet sich zudem dadurch aus, dass mit Austrian Airlines ein kleiner, aber verlässlicher Partner für Zubringerflüge parat stehen würde wie in Brüssel mit Brussels Airlines. In München, Mailand und Zürich würde Jetairways hingegen auf den großen österreichischen Bruder von Lufthansa treffen.

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