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02.08.2007 
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Metro holt sich ehemaligen Carrefour-Vorstand

von Christoph Schlautmann

Jetzt soll Joël Saveuse die angeschlagene Tochter Real sanieren. Gelingt ihm die Wende, könnte er bis an die Konzernspitze aufsteigen.

Joël Saveuse Foto: PRLupe

Joël Saveuse Foto: PR

DÜSSELDORF. Anfang 1994 ersetzte er den damaligen Metro-Deutschland-Chef Erwin Conradi. Nun könnte er eines Tages, wenn alles gutgeht, Nachfolger von Metro-Vorstandschef Hans-Joachim Körber werden: Joël Saveuse, 54 Jahre, gebürtiger Franzose und bis vor zweieinhalb Jahren Vorstand des weltweit zweitgrößten Einzelhändlers Carrefour.

Doch bis es so weit ist, muss sich der erfahrene Handelsmanager gedulden. Zunächst bezieht er, 30 Kilometer von der Düsseldorfer Metro-Konzernzentrale entfernt, Anfang September sein Büro in Mönchengladbach. Dort wird er bei der angeschlagenen SB-Warenhaustochter Real den Vorsitz der Geschäftsleitung übernehmen.

Er hat die knifflige Mission, die hinzugekauften 69 Deutschland-Filialen von Wal-Mart zu integrieren. Nebenbei soll er das flaue Geschäft wieder in Ordnung bringen – ein Auftrag, an dem in den vergangenen 26 Monaten gleich drei Real-Spitzenmanager nacheinander gescheitert sind. Wie gestern bekannt wurde, hat sich nämlich inzwischen „auf eigenen Wunsch“ auch Andreas Riedel von der Real-Spitze verabschiedet. Er wurde erst vor einem Jahr von der Telekom abgeworben. Zuvor schon hatten Uwe Hölzer und Stefan Feuerstein nach missglückten Sanierungsversuchen den Konzern verlassen.

Besteht Saveuse die Feuerprobe in Mönchengladbach, dürfte für ihn der Weg frei sein in den Vorstand – womöglich sogar an dessen Spitze. „Die Geschäftsführung von Real ist ihm eigentlich eine Nummer zu klein“, urteilt ein Münchener Personalberater, der sich im Handel gut auskennt. „Das sieht ganz nach einer Parkposition aus.“

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Bei Metro ist der deutschsprechende Franzose kein Unbekannter.

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