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04.12.2008 
Mission Completed

Neuer CEO für ClickandBuy

von Axel Postinett

Der Internet-Zahlungsdienstleister ClickandBuy bekommt einen neuen Vorstandschef. Der Mobilkunk- und Internetspezialist Charles Fränkl (50), zuvor unter anderem Deutschlandchef von AOL, wird nach Informationen des Handelsblatts das Ruder bei dem Kölner Web-Start-Up übernehmen.

Charles Fränkl übernimmt nach Handelsblatt-Informationen die Führung beim Internet-Zahlungsdienstleister ClickandBuy. Damit findet ein bizarrer Machtkampf sein Ende. Foto: dpaLupe

Charles Fränkl übernimmt nach Handelsblatt-Informationen die Führung beim Internet-Zahlungsdienstleister ClickandBuy. Damit findet ein bizarrer Machtkampf sein Ende. Foto: dpa

LOS ANGELES. Mit dem Führungswechsel endet zumindest vorläufig ein bizarrer und mit aller Härte ausgetragener Machtkampf zwischen Firmengründer Norbert Stangl und mehreren Finanzinvestoren um die Frankfurter 3i, bei dem das Unternehmen Ende 2007 beinahe aufgerieben worden wäre.

Der Übergangs-CEO, der nicht unumstrittene Interims-Manager Jan Kantowsky von Alix Partners, hat das Unternehmen wieder verlassen. Seine Aufgabe ist erfüllt: Ex-Vorstandschef Stangl bleibt im Schweizer Exil und ClickandBuy konzentriert sich wieder auf die Verfolgung des Marktführers Paypal. Für Firmengründer Stangl ist es letztlich die Besiegelung einer faktischen Niederlage; er bleibt zwar weiterhin Präsident des Schweizer Verwaltungsrats der Holdinggesellschaft Firstgate und behält damit weitreichenden Einfluss. Sein eigentliches Ziel hat er aber nicht erreicht. Er wollte die „Rebellen“ um den Finanzinvestor 3i vertreiben und selber wieder an die Vorstandsspitze in Köln zurückzukehren. Doch die Investoren wollten einen Wechsel. Sie machten Stangl für eine ihrer Meinung nach schleppende Unternehmensentwicklung und teure Auslandsabenteuer verantwortlich.

Hintergrund-Report: ClickandBuy im Führungsvakuum

Sie setzten gegen Stangls Willen Alix-Manager Kantowsky an die Firmenspitze. Stangl durch Wachleute aus den Büros geworfen, es folgten juristische Prozesse, Schlammschlachten, Klagen und Widerklagen, Entlassungen, gegenseitige Vorwürfe. Es gab geheime Treffen und mündlich einberufene Betriebsversammlungen. Im April 2008 folgte der Waffenstillstand. Kantowsky bekam offiziell übergangsweise die Geschäftsführung übertragen, jedoch mit der Maßgabe, dass er schnellstmöglich durch einen neuen CEO ersetzt werden sollte. Der andauernde Streit drohte das Unternehmen zu paralysieren und Kunden zu verunsichern.

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