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11.11.2007 
Jeffrey Bewkes

Neuer Time Warner-Chef bekommt zehn Millionen Dollar

Ein gut dotierter Vertrag: Der designierte Chef des weltgrößten Medienkonzerns Time Warner, Jeffrey Bewkes, wird ein Jahresgehalt von mindestens zehn Millionen Dollar erhalten.

Jeffrey Bewkes. Foto: apLupe

Jeffrey Bewkes. Foto: ap

HB NEW YORK. Der Fünfjahresvertrag des bisherigen Konzernvizes sieht ein Grundsalär von 1,75 Millionen Dollar und einen Zielbonus von 8,5 Millionen Dollar (5,8 Mio Euro) vor. Dies geht aus von Time Warner bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokumenten hervor.

Hinzu kommen nochmals ebenso hohe mögliche weitere Zahlungen: So kann der 54-Jährige bei dauerhaftem Erfolg seinen jährlichen 8,5- Millionen-Bonus verdoppeln. Zusätzlich soll er Aktien-Optionen erhalten, die zum derzeitigen Kurs knapp 16,5 Millionen Dollar wert sind.

Bewkes wird zum Jahreswechsel den scheidenden Konzernchef Richard Parsons ablösen. Parsons (59) bleibt bis auf weiteres Vorsitzender des Verwaltungsrates. Nachfolger Bewkes hat sich aber den Angaben zufolge festschreiben lassen, dass er selbst Vorsitzender des Aufsichtsgremiums wird oder andernfalls seinen Vertrag auflösen kann. Mit dem zusätzlichen Job würde Bewkes' Grundgehalt auf zwei Millionen Dollar steigen.

In den USA haben Konzernchefs häufig beide Spitzenpositionen inne. Dies gibt ihnen eine große Machtfülle. Allerdings beklagen immer wieder Kritiker dieses Modells, dass die Kontrolle des Managements dadurch zu kurz komme. Unabhängig davon soll Bewkes ein Paket von Aktien-Optionen bekommen, die zum derzeitigen Kurs mehr als 16 Millionen Dollar wert sind.

An der Wall Street werden von Bewkes grundsätzliche strategische Entscheidungen zur Zukunft des Medienriesen erwartet, dessen Aktienkurs im laufenden Jahr stetig nach unten ging. Experten spekulieren über den lukrativen Verkauf von Konzernteilen wie der bereits börsennotierten Kabelsparte und eine Konzentration auf das Kerngeschäft.

Zum Medienriesen Time Warner gehören neben AOL unter anderem Filmstudios wie Warner Bros., Print-Titel wie die Magazine „Time“ und „Fortune“ sowie zahlreiche Kabel-TV-Sender. Überdies ist der Konzern noch immer mehrheitlich am börsennotierten zweitgrößten US-Kabelnetzbetreiber Time Warner Cable beteiligt.

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