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02.04.2007 
Paul van Son sticht Thomas Mecke aus

Nusent kürt Deutschland-Chef

von Jürgen Flauger

Die beiden niederländischen Energiekonzerne Nuon und Essent haben im Rahmen ihrer Fusionsplanungen die Machtverhältnisse in Deutschland geregelt. Nach Informationen des Handelsblatts aus Unternehmenskreisen soll der bisherige Chef der Deutschen Essent, Paul van Son, die gemeinsamen Aktivitäten leiten. Der in der Öffentlichkeit bekanntere Geschäftsführer von Nuon Deutschland, Thomas Mecke, muss dagegen ins zweite Glied.

DÜSSELDORF. Mecke hatte sich in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Wettbewerbsinitiativen einen Namen gemacht. Nun soll er sich nach der Fusion offenbar mit der Zuständigkeit für das Geschäft mit privaten Strom- und Gaskunden begnügen. Essent, die Nummer eins auf dem niederländischen Markt, und Nuon, die Nummer zwei, verhandeln schon seit Monaten über eine Fusion. Das neue Unternehmen mit dem Namen Nusent wird auf einen Umsatz von rund zwölf Milliarden Euro kommen und in den Niederlanden, Belgien und Deutschland rund fünf Millionen Haushalte mit Strom und Gas versorgen.

Noch muss das Projekt zwar einige Hürden nehmen, unter anderem die Bedenken der Kartellbehörden ausräumen. Jetzt haben die beiden Unternehmen aber für die einzelnen Geschäftsbereiche die zuständigen Manager benannt, die die Fusion vorantreiben sollen und damit die designierten Chefs im gemeinsamen Unternehmen sein werden. Der Essent-Konzern, der einen Anteil von 55 Prozent in Nusent einbringt, besetzt die wichtigsten Posten und stellt mit Michiel Boersma auch den Chairman. Nuon bekommt mit Rinse de Jong nur den Posten des Finanzvorstands.

Essent ist zwar auch in Deutschland größer als Nuon, ist am Bremer Kommunalversorger SWB beteiligt, betreibt große Windparks und wirbt bundesweit erfolgreich um Großkunden. Die Personalentscheidung überrascht Branchenkenner aber, weil Nuon zuletzt in der Öffentlichkeit für Furore im Wettbewerb um Privatkunden gesorgt hat. Unter Meckes Leitung hat sich das Unternehmen als einer der wenigen neuen Anbieter gegen die angestammten Versorger durchgesetzt und bezeichnete sich selbst als Pionier im deutschen Energiemarkt.

Zunächst attackierte Nuon in Hamburg und Berlin mit dem Slogan „lekker Strom“ die etablierten Versorger, im Oktober wagte sich das Unternehmen dann als erster Newcomer in den beiden Städten an den Direktvertrieb von Gas und konnte bereits mehr als 10 000 Kunden gewinnen. Zuletzt weitete Nuon sein Angebot auch auf Stuttgart aus.

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