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18.09.2007 
Deutschland-Chefs von Tui und Thomas Cook

Pendler über den Ärmelkanal

von Eberhard Krummheuer

Heute treffen sie ihre Vorgesetzten in Köln: die Deutschland-Chefs von Tui und Thomas Cook. Seit den Börsengängen in London sind sie nur noch Leiter der Filiale Deutschland.

Tui ist wie Cook an der Londoner Börse notiert.Lupe

Tui ist wie Cook an der Londoner Börse notiert.

KÖLN. Wenn sie ihre Chefs treffen müssen, erfordert das im Allgemeinen den Aufwand einer Dienstreise per Flieger über den Ärmelkanal. Heute reicht eine Fahrt nach Köln, die Peter Fankhauser, Deutschland-Chef von Thomas Cook, und Volker Böttcher, Deutschland-Chef von Tui, im Terminkalender stehen haben.

Beide wollen den ersten, zudem gemeinsamen Auftritt ihrer Vorgesetzten verfolgen. Der findet heute auf dem in der Branche hoch geschätzten Touristikkongress des Branchenblattes "fvw international" statt, auf dem sich in der Branche alljährlich alles versammelt, was Rang und Namen hat.

Es wird ein Auftritt, der die grundlegenden Veränderungen in der europäischen Touristikbranche markiert: Die beiden Briten, die heute in Köln zusammen auf einem Podium sitzen werden, sind die erfahrenen Touristik-Manager Peter Long und Manny Fontenla-Novoa, die Vorstandschefs der in London börsennotierten Nummern eins und zwei der Reisebranche: Long ist CEO der Tui Travel, die seit Anfang des Monats an der Themse gehandelt wird. Fontenla-Novoa ist Boss der Thomas Cook Group, die schon seit Juni eine britische Aktiengesellschaft (Plc) ist.

Der Gang der beiden einst überwiegend deutschen und von Oberursel und Hannover aus geführten Touristikkonzerne an die Themse hat die Jobs von Cook-Mann Fankhauser und Tui-Manager Böttcher erheblich verändert. Waren sie zuvor ganz nah an den Schalthebeln der Macht, so sind sie jetzt Statthalter der weiterhin alles andere als unbedeutenden deutschen Filialen britischer Konzerne.

Formal ist der promovierte Jurist Böttcher mit seiner 20 Jahre langen Karriere in Hannover bessergestellt, denn der Chef der Tui Deutschland hat Sitz und Stimme im "Board" in London. Der gleichfalls promovierte Fankhauser, der in der Schweiz Internationale Beziehungen studierte, darf sich zwar seit Juni mit dem klangvollen Titel "Chief Executive Officer Continental Europe" schmücken. Im Führungsgremium der Cook-Gruppe ist er aber nicht vertreten. Gerne versucht der aus dem Schweizer Emmental stammende Vollbluttouristiker mit dem kantigen, bedächtigen Akzent seiner Heimat das herunterzuspielen. Doch in der Branche heißt es übereinstimmend, er sei ziemlich "angefressen" darüber, nicht in der Konzernspitze präsent zu sein.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Höhen und Tiefen

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