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30.01.2007 
Neuer Deutschland-Chef Andreas Penk

Pfizers neuer Aufräumer

von Siegfried Hofmann

Andreas Penk wird Deutschland-Chef von Pfizer Deutschland. Der Nachfolger von Walter Köbele hat nun die schwierige Aufgabe, den Umbau von Pfizer auf dem europäischen Markt voranzutreiben.

Andreas Penk wird neuer Chef von Pfizer Deutschland. Foto: dpa/PfizerLupe

Andreas Penk wird neuer Chef von Pfizer Deutschland. Foto: dpa/Pfizer

FRANKFURT. Jeffrey Kindler baut den US-Pharmakonzern Pfizer um und formt deshalb sein Führungsteam in Europa neu. Er befördert zum 1. März den bisherigen Deutschlandchef, Walter Köbele (59), der als Vice President European Projects an der Neuausrichtung von Pfizer in Europa mitwirken soll.

Nachfolger von Köbele in Deutschland wird der 41-jährige Andreas Penk, der bisher das Pfizer-Geschäft in Österreich leitet. Penk ist der erste Mediziner auf diesem Posten. Er hat seine Karriere als Pharmamarktforscher begonnen und arbeitet bereits seit 1994 für den US-Konzern.

Pfizer-Chef Kindler kündigte in der vergangenen Woche an, weltweit rund 10 000 Stellen zu streichen, rund ein Zehntel der Gesamtbelegschaft des Konzerns. Er will so die Kosten um zwei Milliarden Dollar senken. Frühere Sparpläne sehen bereits Einsparungen von vier Milliarden Dollar vor. Die Nummer eins der Pharmabranche bereitet sich auf stagnierende, möglicherweise auch sinkende Umsätze vor. Denn für mehrere wichtige Produkte laufen die Patente ab. Andererseits rücken zu wenig Neuentwicklungen nach. In Deutschland ist seit der letzten Gesundheitsreform die Erstattung für das Pfizer-Hauptprodukt Sortis stark eingeschränkt.

Nun will Konzernchef Kindler die Forschung und Entwicklung neu ordnen sowie den europäischen Außendienst, ebenso wie den in den USA, um gut ein Fünftel kürzen. In Deutschland, wo der Konzern 5 200 Personen beschäftigt, sollen 320 Stellen wegfallen. Außerdem will Kindler das Wirkstoff- und Arzneimittelwerk Heumann PCS in Feucht bei Nürnberg verkaufen.

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