Der neue Mobilfunkchef Hamid Akhavan ist ebenfalls ein Vertrauter Obermanns, durch dessen Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden der Posten frei geworden ist. Akhavan ist dabei auch bei Konzernkennern ein unbeschriebenes Blatt. Durch seine Berufung wird die T-Mobile International ihrem Namenszusatz wahrlich gerecht: Der 45-jährige Manager ist in Teheran geboren, hat in den USA Elektrotechnik und Computerwissenschaften studiert und lange dort gearbeitet und kommuniziert auch nach seinem Wechsel nach Deutschland vor fünf Jahren weiter auf Englisch. Bei T-Mobile war er bislang Technikchef und wurde vor drei Monaten zusätzlich mit der Verantwortung für die Bereiche Technologie und Einkauf des gesamten Telekom-Konzerns betraut.
Mit seinem Aufrücken in die Konzernführung wertet Vorstandschef René Obermann den Technikbereich auf. In den Vorstandsbereich von Akhavan gehört die Weiterentwicklung der Konzern-Technik. Das nötige Rüstzeug dazu erwarb Akhavan an der amerikanischen Eliteschmiede Massachusetts Institute of Techhnology (MIT), wo er einen Master in Elektrotechnik und Computerwissenschaften machte. Vor seinem Wechsel zur Telekom war Akhavan Vorstand bei Teligent, einem internationalen Unternehmen für drahtlose Breitbandzugänge.
Der smart und jugendlich wirkende Mann wird von Mitarbeitern als sehr arbeitsam, zielgerichtet und sachorientiert beschrieben. Er tue seine Ansichten klar kund und verstehe sie fesselnd vorzutragen. Gleichzeitig wird er als ein Art ruhender Pol im Management wahrgenommen. Über sein Privatleben möchte er ungern sprechen. Einstweilen ist nur zu hören, dass Akhavan verheiratet ist und zwei Kinder hat.
