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19.12.2007 
Gareth Davis

Qualmend ans Ziel

von Dirk Heilmann

Gareth Davis, Chef von Imperial Tobacco, hat am Dienstag die vorletzte Hürde im Rennen um den Kauf des Konkurrenten Altadis genommen. Der Kettenraucher mit den grau-weißen Haaren formte Imperial Tobacco über Jahrzehnte hinweg zu einem führenden Spieler der Branche.

Ein bis zwei Schachteln der Hausmarke "Embassy" genehmigt sich Gareth Davis pro Tag. Foto: apLupe

Ein bis zwei Schachteln der Hausmarke "Embassy" genehmigt sich Gareth Davis pro Tag. Foto: ap

LONDON. Gareth Davis hat einen langen Atem – soweit man das von einem Kettenraucher sagen kann. Der bullige 57-jährige Chef von Imperial Tobacco, der täglich ein bis zwei Packungen der Konzernmarke „Embassy“ inhaliert, hat am Dienstag die vorletzte Hürde in einem fast einjährigen Rennen um den Kauf des Konkurrenten Altadis (Gauloises, Gitanes) genommen. Die außerordentliche Hauptversammlung des spanisch-französischen Konzerns beschloss die Abschaffung einer Klausel, wonach kein Aktionär mehr als zehn Prozent der Stimmrechte ausüben darf.

Nun läuft bis zum 11. Januar das formelle Übernahmeangebot, und kein Analyst zweifelt, dass es 80 Prozent der Altadis-Aktionäre annehmen werden. Damit behauptet sich Imperial in der weltweiten Konsolidierung der Tabakindustrie neben Altria aus den USA, Japan Tobacco und BAT aus Großbritannien. Davis wird das Ergebnis aus Madrid in der üblich trockenen Art zur Kenntnis nehmen. Große Sprüche sind seine Sache nicht; er lässt lieber Taten sprechen.

Der Manager mit den grau-weißen Haaren hat Imperial Tobacco über Jahrzehnte hinweg zu einem führenden Spieler der Branche gemacht. Dabei legte er einen weiten Weg zurück: Vor 33 Jahren kommt er frisch von einem Wirtschafts- und Geografie-Studium in Sheffield in eine Tabakfabrik des Mischkonzerns Hanson. Es ist nicht sein Traumjob, wie er zugibt, aber er macht seine Sache gut und steigt in der wachsenden Zigarettensparte des mächtigen Mischkonzerns stetig auf. 1987 wird er erst Produktionschef und dann auch Leiter des internationalen Geschäfts.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kein Problem mit dem negativen Image

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