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14.02.2007 
Klaus Burghard

Rewe-Aufsichtsratsschef Burghard tritt ab

Dem Vernehmen nach hatte Burghard den Rückhalt im Aufsichtsrat wegen der zahlreichen Managerwechsel verloren. Der 65-Jährige tritt Ende Juni ab. Der Jurist gehört dem Aufsichtsrat der Rewe-Zentralorganisationen seit 1988 an und steht seit 2000 an deren Spitze. Während bei der Rewe Deutscher Supermarkt KGaA in diesem Jahr neu gewählt werde, liefen Burghards Verträge bei der Rewe-Zentralfinanz eG und der Rewe-Zentral AG noch bis Mitte nächsten Jahres.

Die Personalpolitik von Klaus Burghard beim Kölner Handelskonzern Rewe gilt als umstritten. Lupe

Die Personalpolitik von Klaus Burghard beim Kölner Handelskonzern Rewe gilt als umstritten.

HB FRANKFURT. Neuer Aufsichtsratschef soll Heinz-Bert Zander werden, der Vorstandssprecher der Rewe Dortmund Großhandel eG ist. Diesen Vorschlag unterbreitete die Rewe-Zentralfinanz eG. Zander ist bisher Vorstandssprecher der Rewe Dortmund Großhandel eG, einer der großen Genossenschaften der Rewe-Gruppe. Angeblich soll Zander auch in allen drei zentralen REWE- Organisationen Aufsichtsratschef werden. Entsprechende Beschlüsse sollen in den kommenden Wochen gefasst werden.

In den vergangenen drei Jahren hatten insgesamt sechs Vorstände in der Kölner Rewe-Zentrale ihre Schreibtische geräumt. Zuletzt ging vor einem halben Jahr Rewe-Chef Achim Egner. Nach dem Abgang von "Mister Rewe" Hans Reischl im April 2004 hatten sich neben Egner ebenfalls Ernst Dieter Berninghaus und das "Dreigestirn" Hans Schmitz, Gerd Bruse und Josef Sanktjohanser kurzzeitig an der Konzernspitze versucht.

Egners Nachfolger und derzeitiger Vorstandschef Alain Caparros wurde nach den Personalquerelen demonstrativ mit einem Fünf-Jahres-Vetrag ausgestattet – wohl als Bekenntnis zu dem Spitzenmanager, der erst kürzlich als eines seiner Ziele nannte, er wolle wieder Ruhe in den Handelskonzern bringen.

Vor Bekanntgabe des Wechsels hatte das Handelsblatt aus mehreren Quellen im Unternehmen von heftigen Auseinandersetzungen zwischen Caparros und Burghard erfahren. Spitzenmanager hatten angedeutet, dass sich der Konzernchef gegen Burghards Eingriffe ins Tagesgeschäft zur Wehr gesetzt hatte.

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