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13.10.2007 

Raumfahrtversicherungen sind ein kleiner, aber renditestarker Markt. Das hohe Totalschadensrisiko führt zu hohen Prämien, das macht den Markt schon bei 20, 30 Satellitenstarts pro Jahr lukrativ. Langfristig, zumindest. 2007 dagegen hat schlecht begonnen. Im Januar ist die Zenit-3SL-Trägerrakete des internationalen Raumfahrt-Konsortiums Sea Launch explodiert, direkt auf der Startplattform. Für die Münchener Rück entstand ein Schaden, der einen erheblichen Teil der Prämieneinnahmen aus der Raumfahrt dieses Jahres verschlingt. „In dem Geschäft braucht man einen langen Atem“, sagt Höpke.

Nach Ernst Steilen empfängt Doris Höpke noch Roland Küsters, einen Experten für Produktrisiken in der Luftfahrt. Er stellt eine neue Studie vor, mit der Kunden die Preisfindung einer Police transparent gemacht werden soll. Die Neuberechnung von Sach- und Haftpflichtschäden soll einen ehemaligen Kunden, einen milliardenschweren Zulieferer der Luftfahrtindustrie, den anvisierten Vertragsabschluss erleichtern. Höpke will wissen, wie das Neugeschäft zustande kam. Eine Frage, aus der sich strategische Überlegungen ableiten lassen, die wiederum für den Vorstand interessant sind, an den Höpke berichtet.

Ein paar Telefonate muss sie noch führen, dann ist Schluss. Zehn Stunden waren es heute, vollgepackt mit Terminen. Genug Zeit, um das Pensum zu schaffen? Ja, sagt Doris Höpke. „Manche Leute behaupten ja, sie würden 16 Stunden arbeiten. Da frage ich mich, wie viele Stunden davon wirklich produktiv waren.“

In ihrem Haus in München-Ramersdorf, das die beiden vor drei Jahren kernsaniert haben, wartet ihr Partner. „Platz um mich zu haben, das hat mir gefehlt. Wand an Wand mit Nachbarn, das kennt man auf dem Land ja nicht. Jetzt ist ein bisschen wieder so wie früher.“ Bis auf die Tiere. Die fehlen Doris Höpke, die früher einmal Tierärztin werden wollte, sehr. Für einen Hund, sogar einen großen, wäre jetzt der Platz da. Nur die Zeit, die wird ihr wohl auch in Zukunft fehlen.

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