Der schwedische Lastwagenbauer Scaniahat den Vertrag seines Vorstandschefs um drei Jahre verlängert. Leif Östling werde zu ähnlichen Bedingungen wie bisher bis Ende März 2012 im Amt bleiben, teilte der kürzlich von Volkswagen übernommene Konzern mit. Die Vertragsverlängerung soll Scania Stabilität und Kontinuität sichern.
HB STOCKHOLM. Östling hatte sich vor anderthalb Jahren heftig gegen eine Übernahme von Scania
durch den Münchner Rivalen MAN
gewehrt. In der Vergangenheit war spekuliert worden, nach dem Auslaufen von Östlings Vertrag im Frühjahr 2009 könne wieder mehr Schwung in die Bemühungen um eine Lkw-Allianz von Scania
, MAN
und der VW-Nutzfahrzeugsparte in Brasilien kommen. VW hatte sich bei der Übernahme aber demonstrativ hinter Östling gestellt.
Unter VW-Ägide werden derzeit Kooperationsmöglichkeiten von Scania
, MAN
und VW Nutzfahrzeuge ausgelotet. Östling zeigte sich zuletzt skeptisch. Dem Schweden wird ein schwieriges Verhältnis zu MAN
-Chef Hakan Samuelsson, einem Landsmann, nachgesagt. Dieser war selbst lange Jahre Vorstandsmitglied bei Scania
unter Konzernchef Östling.
