„Man muss ihm zugute halten: Er hat gekämpft wie ein Löwe“, sagt Ruggero Magnoni über ihn, die Nummer eins von Lehman Brothers in Italien. Magnoni hat damals Roberto Colaninno von Olivetti beraten.
Nach dem Telecom-Debakel hat Bernabè die unterschiedlichsten Positionen bekleidet. Unter anderem übernahm er 1999 den Posten des außerordentlichen Vertreters der damaligen Linksregierung für den Wiederaufbau des Kosovos. Seit 2000 sitzt er im Board des chinesischen Ölkonzerns Petrochina und gründete eine private Beteiligungsgesellschaft FB Group, die vor allem in Informationstechnologie und erneuerbare Energien investiert. „Er bringt internationale Erfahrung mit“, lobt ein Manager von Telecom Italia seinen zukünftigen Chef.
Beobachter betonen, dass er bei Eni alle in den Schmiergeldskandal verwickelten Manager herausgeschmissen habe. Zudem hat er das Unternehmen auf das Kerngeschäft Öl und Gas getrimmt. „Er hat die Grundlagen für die heutige Eni gelegt“, sagt ein Wegbegleiter. Eni ist der größte italienische Börsenwert und sehr profitabel.
Aber Bernabè kann nicht nur mit Zahlen umgehen. Zwischen 2001 und 2003 leitete der Kunstliebhaber die Biennale in Venedig. Und noch heute führt er das Museum für Moderne Kunst in Rovereto im Trentino.
