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04.06.2008 
Peter Bauer

Sparen, sparen, sparen!

von Joachim Hofer

Peter Bauer ist erst drei Tage im Amt - und schon sagt er, wo es langgeht. Sparen heißt vor allem sein Motto, um den angeschlagenen Chiphersteller Infineon endlich aus der Dauerkrise zu führen. Die Investoren freut es.

Der neue Infineon-Chef Peter Bauer will die Kosten deutlich senken. Foto: dpaLupe

Der neue Infineon-Chef Peter Bauer will die Kosten deutlich senken. Foto: dpa

MÜNCHEN. Das Hotel Bayerpost in München, kurz nach halb neun. 60 Analysten und Investoren warten an diesem trüben Dienstag in der Luxusherberge am Hauptbahnhof gespannt auf den neuen Chef des schwer angeschlagenen Chipherstellers Infineon.

Es ist der erste öffentliche Auftritt von Peter Bauer, des Managers, der Infineon endlich in die schwarzen Zahlen führen soll. Seit zehn Jahren ächzt und stöhnt der Halbleiterhersteller unter riesigen Verlusten, doch hier und heute soll Bauer erklären, wie er das ändern will.

Die Finanzgemeinde braucht nicht lange zu warten, dann kommt der Mann mit dem Schnauzbart zur Sache: Die Kosten sollen schon nächstes Jahr um einen dreistelligen Millionenbetrag sinken. "Wir machen die Firma schneller und schlanker", kündigt Bauer in fast makellosem Englisch an.

Die Reaktion der Anleger lässt nicht lange auf sich warten: Kurz nach Börsenstart um neun geht die Infineon-Aktie ab wie eine Rakete. Und nicht nur das: Mit jedem Vortrag der Infineon-Vorstände auf dem jährlichen Investorentag des Konzerns klettert das Papier weiter. Am Nachmittag liegt das Plus bei mehr als sechs Prozent, die Münchener sind damit größter Gewinner im Aktienindex Dax.

Auch die Analysten im Hotel Bayerpost sind zufrieden: "Das sind positive Nachrichten", urteilt Günther Hollfelder von Unicredit in der Kaffeepause nach Bauers Vortrag.

Am dritten Tag im neuen Amt als Vorstandssprecher kann Peter Bauer seinen ersten großen Erfolg verbuchen. Der 47-jährige Münchener sitzt zwar schon seit 1999 im Vorstand von Infineon, doch in der Öffentlichkeit stand er bisher immer im Schatten der Vorstandschefs.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Mitarbeiter müssen sich auf einiges gefasst machen

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