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29.06.2007 
Wüstenrot & Württembergische

Stellvertretender W&W-Chef räumt seinen Stuhl

Der Versicherungs- und Baufinanzierungs-Konzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) trennt sich vorzeitig von seinem Vizechef und steht nun vor einer möglichen Verkleinerung des Vorstands.

HB STUTTGART. Der langjährige stellvertretende Vorstandschef Edmund Schwake scheide ein Jahr vor Vertragsablauf bereits zum Monatsende aus, teilte W&W am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung in Stuttgart mit. Über den Nachfolger als Leiter des Ressorts Finanzen sei bereits eine Entscheidung getroffen worden, sagte ein Sprecher. Den Namen des Neuzugangs will W&W in Kürze bekannt gegeben.

Zum Jahresende läuft zudem der Vertrag von Vorstand Bernhard Schareck aus, dessen Laufzeit entgegen den Gepflogenheiten vom Aufsichtsrat bisher nicht verlängert wurde. Damit könnte der Vorstand von vier auf drei Köpfe schrumpfen, was in die Strategie von Vorstandschef Alexander Erdland passen würde.

Der von Schwäbisch Hall Anfang 2006 zu W&W gewechselte Erdland führt den Konzern mit einem Management Board, das den Vorstand und die beiden Geschäftsbereiche Baufinanzierung sowie Versicherungen zusammenfasst. Erdland will die bereits 1999 erfolgte, aber bisher nur halbherzige Zusammenlegung von Wüstenrot und Württembergische vorantreiben und den seit Jahren mit Marktanteilsverlusten kämpfenden Konzern mit schlankeren Strukturen auf Rendite trimmen.

Schwake und Schareck gelten bei W&W nicht als Motoren des Konzernumbaus. Der 50-jährige Schwake war für Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement und Personal zuständig. Seit 2001 war er Stellvertreter des Vorstandschefs. Schwake ist Chef des Hauptausschusses Schaden- und Unfallversicherung beim Branchenverband GDV. Schareck kam im Zuge der Übernahme der Karlsruher Versicherungsgruppe zu W&W. Seit Herbst 2006 sitzt zudem der frühere Commerzbank-Manager Klaus Peter Frohmüller im Vorstand. Er verantwortet die gesamte Betriebsorganisation und die Informatik.

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