Eckpunkte der neuen Strategie präsentiert
Dem Aufsichtsrat präsentierte Obermann am Dienstag neben dem Vorstandsumbau nur Eckpunkte seiner Strategie. Bis zum Frühjahr will der Manager die „langfristige Strategie der Deutschen Telekom weiterentwickeln“. Eine Verschmelzung von T-Com und T-Mobile soll es nach Angaben aus Konzernkreisen aber nicht geben. Eine Fusion der beiden Bereiche würde die Handlungsfähigkeit blockieren, was bei dem harten Wettbewerbsumfeld in Deutschland fatale Folgen haben könnte, hieß es in Unternehmenskreisen.
Obermann hatte am 13. November den Vorstandsvorsitz von Ricke übernommen, der auf Druck der Bundesregierung und des Finanzinvestors Blackstone zurückgetreten war. Die Großaktionäre versprechen sich von dem Wechsel an der Konzernspitze Impulse für den seit Monaten stockenden Aktienkurs.
Drastischer Kundenverlust im Festnetzgeschäft
Die von Raizner verantwortete Festnetzsparte verlor allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres rund 1,5 Mill. Kundenanschlüsse und gilt deshalb als Sorgenkind des Konzerns. Raizner war bereits aus einer Umstrukturierung der Konzernführung im Herbst geschwächt hervorgegangen.
Büttner, die bei der Telekom für internationale Personalentwicklung zuständig ist, galt als umstrittene Kandidatin für das Amt des Personalvorstands. Kritiker befürchteten einen Interessenkonflikt. Ihr Ehemann Rolf Büttner wacht im Aufsichtsrat der Deutschen Post über die Arbeit von deren Vorstandschef Klaus Zumwinkel, der wiederum im Nebenamt Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom ist. Rolf Büttner ist Vizechef des Post-Aufsichtsgremiums und Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft Verdi.
Klinkhammer, der Medienberichten zufolge den Posten auf eigenen Wunsch bis zum Jahresende aufgibt, soll den bisherigen T-Com-Personalchef Dietmar Welslau als Nachfolger vorgeschlagen haben.
