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12.03.2007 
Autobranche

VDA kassiert die nächste Absage

Die Neigung unter den deutschen Auto-Spitzenmanagern ohne aktuellen Arbeitgeber, beim Branchenverband VDA als Präsident und damit Cheflobbyist anzuheuern, scheint nicht allzu groß zu sein: Erst sagte Ex-BMW-Chef Helmut Panke Nein - nun hat sich der Verband die nächste Absage eines gewesenen Autobosses eingehandelt.

Bernd Gottschalk (links) und zwei Männer, die seine Nachfolge nicht antreten wollen: Helmut Panke (r.) und Bernd Pischetsrieder (2.v.r). Bei Jürgen Hubbert (M.) steht's noch nicht fest - und Martin Winterkorn braucht gar nicht erst gefragt zu werden. Foto: dpaLupe

Bernd Gottschalk (links) und zwei Männer, die seine Nachfolge nicht antreten wollen: Helmut Panke (r.) und Bernd Pischetsrieder (2.v.r). Bei Jürgen Hubbert (M.) steht's noch nicht fest - und Martin Winterkorn braucht gar nicht erst gefragt zu werden. Foto: dpa

FRANKFURT. Wie das Handelsblatt aus Branchenkreisen erfuhr, steht auch der ehemalige VW-Chef Bernd Pischetsrieder für den Posten nicht zur Verfügung. Zudem wäre er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur der falsche Kandidat: Beim Verband gebe es die Übereinkunft, dass kein Manager aus der früheren „ersten Reihe“ VDA-Chef werden solle. Zudem solle zwischen einer Kandidatur als VDA-Chef sowie dem Abschied von dem früheren Top-Posten ein Zeitraum von etwa zwei Jahren liegen. Pischetsrieder war erst zu Jahresanfang von Martin Winterkorn an der VW-Konzernspitze abgelöst worden.

Im Verband liebäugeln nach Handelsblatt-Informationen wichtige Vertreter mit dem ehemaligen Mercedes-Chef Jürgen Hubbert als Übergangskandidaten, um Zeit zu gewinnen. Der bald 68-Jährige Hubbert sei bereits vor gut einem halben Jahr diskret auf den VDA-Chefsessel angesprochen worden und habe damals mit Verweis auf sein Alter abgewunken, hieß es. Hubbert selbst war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

VDA-Präsident Bernd Gottschalk hatte am Wochenende überraschend seinen Rückzug angekündigt, nachdem Kritik der Hersteller am Verhalten des Verbandes beim Thema Klimaschutz publik geworden war. Der Verband dringt trotz der Rückschläge weiter auf eine schnelle Nachfolgeentscheidung. „Wir brauchen schnellstens wieder eine funktionsfähige Führung“, sagte ein hochrangiges VDA-Mitglied dem Handelsblatt. Die Liste der möglichen Nachfolger ist nun allerdings deutlich geschrumpft. Nach dem Desaster der deutschen Hersteller in der Klimadebatte solle der Nachfolger möglichst ein Kommunikationsprofi sein. „Ein Mann aus dem Marketing oder Vertrieb wäre ideal“, sagte ein Automanager.

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