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22.03.2007 
Bestechungsvorwürfe

Verfahren gegen Total-Chef eingeleitet

Frankreichs Behörden haben ein formelles Ermittlungsverfahren gegen den Chef des Energiekonzerns Total eingeleitet. Dabei geht es Total zufolge um das Gas-Projekt South Pars im Südiran aus dem Jahr 1997. Auf dem Schweizer Konto eines Mittelsmannes waren knapp 60 Mill. Euro entdeckt und daraufhin Untersuchungen eingeleitet worden.

Total-Vorstandschef Christophe de Margerie. Foto: Jacques Graf/TotalLupe

Total-Vorstandschef Christophe de Margerie. Foto: Jacques Graf/Total

HB PARIS. Total zeigte sich am Donnerstag jedoch zuversichtlich, dass dabei kein Fehlverhalten festgestellt werde. Der am Mittwoch festgenommene Christophe de Margerie sei ohne Kautionszahlung freigelassen worden, hieß es aus Justizkreisen. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit dem Skandal um das Uno-Programm Öl-für-Lebensmittel im Irak.

De Margerie hatte erst im Februar den Chefsessel von Thierry Desmarest übernommen. In einem separaten Verfahren wird wegen des Öl-für-Lebensmittel-Falles bereits gegen ihn ermittelt. De Margerie leitete von 1995 bis 1999 Totals Nahost-Aktivitäten und war danach für den Bereich Erkundung und Produktion verantwortlich.

Befragt wurden am Mittwoch vier weitere Personen, darunter auch Finanzchef Robert Castaigne und der für das Gas- und Stromgeschäft verantwortliche Manager, Philippe Boisseau. Dass der Kurs der Total-Aktie auf die Gewahrsamnahme des Total-Chefs nicht reagierte, führten Analysten darauf zurück, dass Desmarest vom Führungsgremium auf seinen alten Chef-Posten zurückkehren könnte, sollte de Margerie stärker unter Druck geraten. Total-Aktien legten 2,25 Prozent zu auf 51 Euro.

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