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10.10.2008 
Laut Studie bleiben Bezüge konstant

Vergütung der Aufsichtsräte trotzt der Krise

Die 522 Mandatsträger in den Kontrollgremien der 30 Dax-Unternehmen werden kaum mit weniger Geld – trotz der Finanzkrise, den damit verbundenen Unsicherheiten und womöglich schlechteren Ergebnissen – rechnen müssen. Das Vergütungssystem aus festen Beträgen, erfolgsabhängigen Tantiemen, Langfristzahlungen und Sitzungsgeldern sorgt für ein sicheres Einkommen.

FRANKFURT Die Zeiten, in denen es lediglich eine Ehre war, in den Aufsichtsrat (AR) eines Unternehmens gewählt zu werden, sind längst vorbei. Dazu ist dieser Job längst zu wichtig und anspruchsvoll geworden. Gerade in der aktuellen finanzwirtschaftlichen Situation ist der Sachverstand von AR-Mitgliedern gefragt, wenn die Unternehmen ihre Strategien überdenken müssen.

Das Problem: Wenn die Kapitalmarktkrise das Geschäft und die Aussichten von Unternehmen eher verschlechtert, dann kann die intensivere AR-Arbeit in Krisenzeiten eigentlich ja nicht damit honoriert werden, dass die Bezahlung letztlich vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens abhängt. Denn der fällt im Zweifel derzeit eher schlechter aus, wie die mittlerweile schon zahlreicheren angekündigten Sparprogramme von Unternehmen vermuten lassen.

Diese Problematik versuchte die Frankfurter Unternehmensberatung Towers Perrin in einer Studie zu klären: Ist die Vergütung von Kontrolltätigkeit und Strategiebegleitung gerade in Krisenzeiten noch ausgewogen? Die klare Antwort von Michael H. Kramarsch, Managing Director von Powers Perrin: „Ja.“

Er begründet das, wie die aktuellen Zahlen belegen, mit der „weiter gefestigten strukturellen Balance von variablen und festen Bezügen“: „Es dient der unabhängigen Kontrolltätigkeit, wenn risikoreiche Strategien nicht durch explodierende Vergütungen befördert werden, ebenso wenn in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen die Mehrbelastung aus der Aufsichtsratstätigkeit durch einen hohen Festvergütungsanteil aufgefangen wird.“ Gerade die aktuelle Finanzkrise sei ja entstanden, weil Unternehmen der Finanzbranche zu sehr auf mögliche Renditen geschaut haben und dabei die Risikobewertung sträflich vernachlässigt haben.

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