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08.11.2008 
Gewinnbeteiligung

VW macht Porsche-Chef Wiedeking reich

Die Übernahme von Volkswagen spült Porsche Milliarden in die Kasse. Und nicht nur das: Auch Vorstandschef Wendelin Wiedeking profitiert gewaltig von den Geschäften mit VW-Aktien.

 Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Foto: ap Lupe

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Foto: ap

HB STUTTGART. Mit geschätzten rund 77 Mio. Euro Gewinnbeteiligung hat der 56-jährige deutlich mehr verdient als Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Der Manager war mit 14 Mio. Euro im vergangenen Jahr bestverdienender Vorstandsvorsitzender eines Dax-Unternehmens.

Porsche untermauerte mit dem am Freitag vorgelegten Überschuss von 6,39 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,24 Mrd) erneut seine Stellung als profitabelster Autohersteller der Welt. Das Vorsteuerergebnis lag mit 8,57 Mrd. Euro sogar höher als der Umsatz (7,46 Mrd. Euro). Alleine die Beteiligung an Volkswagen trug mit 6,83 Mrd. Euro zum Ergebnis bei. Selbst der warme Geldregen kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch an der erfolgsverwöhnten Sportwagenschmiede die weltweite Krise der Autobranche nicht spurlos vorübergeht. Beim Kerngeschäft trat Porsche auf der Stelle, das operative Ergebnis lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund einer Milliarde auf Vorjahresniveau.

Auch bei Absatz und Umsatz verzeichneten die Stuttgarter nur leichte Zuwächse. Vor allem in den für Porsche wichtigsten Märkten Nordamerika und Deutschland bremst scharfer Gegenwind die Erfolgsfahrt. Auf dem Heimatmarkt ging der Absatz im Geschäftsjahr 2007/2008 um 5,5 Prozent zurück, in Nordamerika um 3,1 Prozent. Auch der Ausblick klingt wenig optimistisch. Porsche könne sich dem Abwärtstrend kaum entziehen, sagte ein Sprecher. Der Gesamtabsatz des Vorjahres von 98 652 Fahrzeugen könne im laufenden Geschäftsjahr vermutlich nicht erreicht werden.

Dennoch bekommen vom mit Abstand besten Ergebnis der Unternehmensgeschichte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Aktionäre und Beschäftigte einen Teil ab. Wegen des riesigen Gewinnsprungs wollen die Stuttgarter ihre Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie im Vorjahr auf 2,0 Euro erhöhen. Die normale Dividende soll wie im Vorjahr bei 0,69 Euro je Stammaktie und 0,70 Euro je Vorzugsaktie liegen. Die festangestellten Porsche-Mitarbeiter können sich über eine Sonderzahlung von 6 000 Euro freuen.

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