Asbecks Erkenntnis: „Es gibt in Wahrheit viel weniger Entscheidungen zu treffen, als Manager gerne behaupten. Aber man muss Geduld haben und zur richtigen Zeit zielsicher sein.“ Wie auf der Pirsch, meint der Hobbyjäger. Und man muss natürlich die passende Saat auf das Feld bringen und kräftig zupacken können, um die Ernte einzufahren, ehe ein Gewitter kommt. Sagt der Unternehmer, der in früher Jugend gern Bauer geworden wäre. „Ich hatte mein eigenes Gärtchen, hab gesät, gegossen und mich gefreut, wie es wächst.“
Aber solche „Nähe zur Schöpfung“, die Asbeck für sein gesamtes Arbeitsleben in Anspruch nimmt, bedeutet nicht nur Bewahren, sondern auch Gestalten: „Macht euch die Welt untertan“ heißt die biblische Devise. Asbecks Naturell ist mit Technik durchwirkt.
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Er ist in Hagen geboren als Sohn eines Unternehmers mit einem kleinen Schmiedebetrieb und aufgewachsen in Dortmund im Bannkreis der Phoenix-Stahlwerke. In einem Arbeiterviertel, wo „man lernt, dass sich jede Elite selber ihren Platz erarbeiten muss“. Und wo der Junge Frank „manchmal ganz schön verkloppt“ worden ist, wenn er nicht aufgepasst hat.
Das ist kein Nährboden für Öko-Gefühlsduselei. Asbeck sagt: „Ich bin nie durch den Wald gehüpft, um nur Beerlein zu sammeln. Ich habe auch Baumhütten gebaut und wollte mit meinen Freunden eine U-Bahn buddeln.“ Es wurde allerdings nur ein kleines Loch draus.
Der Erfolg kommt später – und in Raten. Asbeck studiert Agrarwissenschaften in Bonn und finanziert das Studium, indem er Obstfelder pachtet und die Ernte an Bioläden in der Umgebung verkauft. Mit dem ersten Öko-Supermarkt, den er dann später bei der Gründung berät, will es allerdings nicht recht klappen. Rückblick ohne Reue: „Ich habe oft das Gespür dafür, was kommt. Aber damals war ich einfach zu früh dran“, sagt der Mann mit angeblich „eingebautem Trendscout“.
Lesen Sie weiter auf Seite 3: Nach dem Examen fährt Asbeck erst einmal mit dem Motorrad quer durch Afrika.
