Doch die Geschichte hat ein Happy End: Die Finanzinvestoren holen Ludwig als Sanierer. Es ist kein gemütlicher Job zwischen den effizienzvernarrten Amerikanern dort und dem angeschlagenen Patron hier, dessen Wort bei den Mitarbeitern mehr gilt als das "des Keksverkäufers". Doch Ludwig gelingt der Spagat: Mit dem Börsengang im vergangenen Jahr schiebt er das Unternehmen zurück ins Rampenlicht.
Nach der Preisverleihung in Bregenz nähert sich an diesem Tag der Dampfer auf dem Bodensee bereits wieder dem Hafen. Ein Herr mit weißem Haar steht an der Reling, strahlt - es ist auch sein Abend. Lange hat der kunstsinnige Patron Jürg Zumtobel auf den Tag gewartet, an dem das Unternehmen, das seinen Namen trägt, zum ersten Mal einen eigenen Architektenpreis verleiht.
Neben Ludwig, der wie ein Boxer nach dem Sieg strahlt, der sich schon wieder für den nächsten Kampf rüstet, wirkt Zumtobel wie ein Florettfechter, der seine Verwundung auskuriert hat und weiß, dass er nun nicht mehr kämpfen muss. Das ungleiche Paar hat sich nicht gesucht, aber gefunden. "Es geht darum, bleibende Eindrücke zu hinterlassen", sagt Ludwig, und Zumtobel hört zu. "Die Sinngebung ist Teil des Unternehmens", sagt Zumtobel, und Ludwig nickt.
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