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30.04.2007 
Donkers wechselt zur DAIG

Wohnungsgesellschaft bekommt neuen Chef

Der Niederländer Wijnand Donkers, 44jähriger ehemaliger Manager des Ölmultis BP, übernimmt am 10. Mai 2007 die Geschäftsführung der Deutschen Annington Immobilien Gruppe (DAIG). Die Tochter der britischen Private-Equity-Gesellschaft Terra Firma verwaltet in Deutschland rund 230 000 Wohnungen.

rrl DÜSSELDORF. Donkers wird Nachfolger von Georg Kulenkampff (54), der erst im Dezember 2006 das Zepter beim Börsenkandidaten DAIG in die Hand genommen hatte. Der von Terra Firma entsandte Kulenkampff verpasste der DAIG eine neue Strategie, zu expandieren statt zu privatisieren. Der erneute Wechsel auf dem Chefposten bedeute zwar einen Wach-, aber keinen Strategiewechsel, stellte Kulenkampff klar. Sein Vorgänger Volker Riebel hatte vor allem auf die Mieterprivatisierung, also den Verkauf von Wohnungen an ihre Mieter, gesetzt.

Einen Zusammenhang zwischen seinem Ausscheiden und dem verschobenen Börsengang der DAIG verneinte Kulenkampff. Die DAIG hat sich nie offiziell zu ihren Börsenplänen geäußert. Aus Bankenkreisen sickerte jedoch durch, dass das ursprünglich für Sommer dieses Jahres geplante Börsendebüt auf den Herbst verschoben wurde. Finanzkreisen zufolge soll der Börsengang 1,5 Mrd. bis zwei Mrd. Euro einspielen.

Kulenkampff habe zu Terra Firma zurückkehren sollen, teilte die DAIG mit. Dies habe er abgelehnt, sagte Kulenkampff. „Ich wollte längerfristig operativ tätig sein.“ Er deutete an, eine Beschäftigung in der Immobilien- oder Energiebranche anzustreben.

Mit ihrer Wachstumsstrategie stößt die DAIG auf die gleichfalls expansiv ausgerichtete börsennotierte Gagfah, die etwa 170 000 Wohnungen in Deutschland verwaltet. Beide Unternehmen haben Interesse an den rund 100 000 Wohnungen der LEG NRW. Guy Hands, Chef der DAIG-Mutter Terra Firma, hatte kürzlich für Furore gesorgt, als er öffentlich über einen Verkauf der DAIG an die Gagfah nachdachte. Kulenkampff wertet die Berufung eines neuen DAIG-Chefs als eindeutiges Zeichen auch an die Belegschaft, „dass an diesen Überlegungen nichts dran ist“.

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