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04.05.2007 

An ein vorzeitiges Ausscheiden denkt also niemand. Andererseits rechnet man in Kreisen der Deutschen Post nicht damit, dass Zumwinkel noch einmal für fünf Jahre, also bis 2013, an der Telekom-Aufsichtsratsspitze bleibt. Zumwinkel musste zum Job bei der Telekom getragen werden, heißt es da. Aufgedrängt habe er sich nicht.

Nur zähneknirschend nahm der Wahl-Kölner 2003 den Posten auf Wunsch der Bundesregierung an. Zumwinkel, der aus der alten Bundespost einen weltweit tätigen Logistikkonzern schmiedete, sollte bei der Telekom in direkter Nachbarschaft des Bonner Post-Towers für Ordnung sorgen. Dabei machte er nicht immer eine gute Figur. Im vergangenen Herbst fiel seine Kandidatin für den Personalvorstand der Telekom durch.

Im Post-Tower macht man sich unterdessen Sorgen: Zumwinkel habe mit der Deutschen Post mehr als genug zu tun. Die Arbeit als Aufsichtsratschef der Telekom nehme den passionierten Bergwanderer mit einem Schloss in Südtirol zeitlich und physisch zu sehr in Anspruch, wo doch gerade im Moment sein voller Einsatz bei der Post gefragt ist, heißt es. Nach einer milliardenschweren Einkaufstour rund um den Globus muss Zumwinkel viele Übernahmen integrieren. Und dann bereitet ihm noch die Liberalisierung der europäischen Briefmärkte Probleme: Noch erzielt die Post im Briefgeschäft über die Hälfte ihres operativen Gewinns. Wie lange noch?

Alles wartet daher auf eine Entscheidung Zumwinkels: Sein Vertrag bei der Post läuft Ende 2008 aus. Und in Berlin ist bereits zu hören, dass man sich eine Verlängerung bei der Telekom nicht vorstellen könne.

Lesen Sie weiter auf Seite 4: Kurzvita Klaus Zumwinkel

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