Beteiligungsmarkt neu gewürfelt: Hochzeit auf chinesisch

Beteiligungsmarkt neu gewürfelt
Hochzeit auf chinesisch

Deutsche Gründlichkeit trifft auf fernöstliche Finanzen: Investoren der Volksrepublik kaufen bevorzugt mittelständische Marktführer ihrer Branchen. Das Problem liegt oft darin, die verschiedenen Kulturkreise zu vereinen.
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BerlinDer Luftfahrtzulieferer Broetje Automation, der Hersteller von Gartenprodukten Compo Consumer und der Maschinenbauer Krauss-Maffei – drei deutsche Mittelständler aus unterschiedlichen Branchen, die seit ein paar Monaten aber eine Gemeinsamkeit teilen: Sie alle wurden erst in diesem Jahr von chinesischen Investoren aufgekauft. Im Fall von Broetje liegt der Verkauf nur knapp zwei Monate zurück. Das Unternehmen aus Niedersachsen ging zu einem Kaufpreis von rund 174 Millionen Euro an den chinesischen Mischkonzern Shanghai Electric Group. Broetje stellt unter anderem Nietmaschinen her, mit denen Teile wie Flügel am Flugzeug angebracht werden können.

Der Private-Equity-Markt boomt und deutsche Mittelständler stehen bei den Beteiligungsgesellschaften weltweit ganz oben auf der Wunschliste. Insbesondere chinesische Investoren haben ihre Zukäufe im Mittelstand über die vergangenen Jahre deutlich ausgeweitet. Viele kleine und mittlere Unternehmen sind in der komfortablen Lage, sich einen Käufer aussuchen zu können. „Der deutsche Mittelstand ist bekannt für seine Hidden Champions, hier finden sich zahlreiche weltweit sehr erfolgreiche Unternehmen“, erklärt Wilken von Hodenberg, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK), das große Interesse internationaler Investoren.

Viele der Kaufkandidaten seien darüber hinaus häufig Technologie- und Marktführer in Nischenmärkten. „Besonders auch chinesische Investoren suchen verstärkt nach Beteiligungsmöglichkeiten bei dieser Art von Unternehmen“, sagt von Hodenberg. Im Fokus stehen vor allem Firmen aus den Bereichen Automotive sowie Maschinen- und Anlagenbau und der IT- und Gesundheitsbranche. Während die Stimmung im Hinblick auf große Private-Equity-Deals nachgegeben hat, erwarten mittelständisch orientierte Investoren weiter starke Zuwächse, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft Rödl & Partner zeigt. Das Transaktionsvolumen beträgt dabei schwerpunktmäßig bei bis zu 20 Millionen Euro, bei jedem vierten Zukauf liegt die Unternehmensbewertung bei bis zu 50 Millionen Euro.

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  • Herr Ciller Gurcae@Das können Sie an den Kursen ablesen. Das Geld geht in die USA oder wo es noch sicher ist, jedoch keinesfalls in die EU, in der soziale Unruhen und Bürgerkriege bevorstehen..

  • Interessant wäre: Was machen die Verkäufer dann mit den vielen, vielen Millionen Euros? Italienische Staatsanleihen? Ackerland in Afrika? Oder in der Ukraine? Gold? Schweizer Franken?

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