Crowd-Kapital: „Finanzierungsmöglichkeiten erfordern Professionalisierung“

Crowd-Kapital
Schöne neue Finanzierungswelt

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„Finanzierungsmöglichkeiten erfordern Professionalisierung“

Simon Brunke, Mitgründer der Plattform Exporo.de, kann sein Angebot einordnen: „Schwarmgeld ist für viele Mittelständler eine Liquiditätsüberbrückung.“ Die neue Vielfalt der Finanzierungsmöglichkeiten erfordert vom Mittelständler eine stärkere Professionalisierung. „Er muss auf Augenhöhe mit den potenziellen Finanzierungspartnern kommen“, rät Sven Oleownik, verantwortlich für das Deutschland-Geschäft der Investmentgesellschaft Gimv. Die kaufmännische Leitung vieler Mittelständler denke und handle in Finanzierungsfragen zwar „zunehmend strategisch“. Dazu gehöre auch die wachsende Bereitschaft, Finanzinvestoren Firmenanteile zu überlassen.

Doch angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten fehlt vielen Firmen eine Strategie aus einem Guss, die aus den einzelnen Bausteinen ein durchdachtes Konzept macht – meist weil es am Know-how und der Erfahrung fehlt.

So mancher Mittelständler schaut daher aufmerksam nach Ditzingen, wo der Werkzeugmaschinen-Herstellers Trumpf vor längerer Zeit seine eigene Bank gegründet hat. Das konzerneigene Institut vergibt auch an solche Firmen einen Kredit, die von anderen Geldhäusern abgelehnt werden, weil ihnen das Risiko zu hoch erscheint. „Wir aber verstehen das Geschäft unserer Kunden und können Risiken deshalb besser beurteilen“, sagt Hans-Joachim Dörr, Chef von Trumpf Financial Services.

500.000 Euro ist die durchschnittliche Höhe der von ihm vergebenen Darlehen. Mittlerweile zeigt sich: Das Geschäft bietet für Trumpf mehr Chancen als Risiken: Über das eigene Finanzierungsangebot hat der Maschinenbauer 2016 mehr als 200 Millionen Euro Neugeschäft an Land gezogen.

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