Einblick
Anhaltendes Interesse der Investoren

Die Höhe der Schuldscheindarlehen von Unternehmen hat 2016 laut einer Studie einen neuen Rekord erreicht: Das Volumen betrug demnach mehr als 25 Milliarden Euro. Die Dynamik soll in diesem Jahr anhalten.
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DüsseldorfBei Emittenten und Investoren waren Schuldscheindarlehen von Unternehmen im vergangenen Jahr beliebter denn je. 2016 wurden am deutschen Markt 108 Schuldscheindarlehen mit einem Volumen in Höhe von knapp 25,4 Milliarden Euro emittiert. „Damit wurde das bisherige Rekord-Emissionsvolumen aus dem Jahr 2015 mit 18,6 Milliarden Euro merklich übertroffen“, heißt es in einer aktuellen Studie des Research-Teams der DZ Bank.

Zum Emissionsrekord haben auch drei Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von jeweils mehr als einer Milliarde Euro beigetragen. Längst nicht mehr nur mittelständische Unternehmen finanzieren sich über Schuldscheine – auch Aktiengesellschaften aus Dax, MDax oder TecDax setzen immer häufiger auf diese Alternative zu Fremdkapitalkredit oder Anleihe.

Dennoch bleibt der Markt für Schuldscheindarlehen eine Domäne des deutschen Mittelstands. Das Volumen pro Einzeltransaktion lag 2016 nach den Schätzungen der DZ-Bank-Experten im Schnitt bei 235 Millionen Euro, nach 190 Millionen Euro im Jahr zuvor. Unternehmen aus der Automotive-Branche nehmen auf diese Weise genauso Kapital auf wie Baufirmen oder Life-Science-Unternehmen. Beliebter werden diese Titel bei ausländischen Konzernen und Mittelständlern. Sie sorgten 2016 bereits für ein Gesamtvolumen von 11,7 Milliarden Euro.

Internationaler werden auch Investoren. Anleger aus dem Ausland sind auf der Suche nach rentierlicheren Anlagen. Sie vergrößern den Kreis der klassischen Käufer von Schuldscheindarlehen: regionale Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken, Versicherer oder Sozialversicherungsträger. Die starke Dynamik wird laut DZ Bank 2017 anhalten.

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