Einblick in die Dienstwagenpraxis
Sparsame Profis gesucht

Der beliebte Anreiz für verdiente Mitarbeiter hat auch seine Tücken: Dienstwagenflotten verlangen nach professioneller Handhabung – und geschultem Personal mit Überblick. Welche Trends sich abzeichnen.
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DüsseldorfWährend der Neuwagenverkauf an Privatkunden leicht zurückgegangen ist, war es für den Flottenmarkt ein Rekordjahr: Knapp 787.000 Pkws wurden 2015 laut Auswertungen von Dataforce auf Unternehmen zugelassen – Fahrzeugbau, Handel und Autovermieter herausgerechnet. Für dieses Jahr rechnet das Marktforschungs- und Beratungsinstitut sogar mit weiterem Wachstum. „Darin spiegelt sich die gute wirtschaftliche Entwicklung wider“, sagt Stefan Behringer, Senior Account Manager bei Dataforce. „Unternehmen vergeben zunehmend Dienstwagen als Anreiz auch an solche Mitarbeiter, die für ihre Position eigentlich keinen benötigen.“

Die wachsende Flottenstärke geht einher mit einer Professionalisierung: In Unternehmen, die mehr als 50 Autos haben, ist der Anteil hauptamtlicher Fuhrparkverwalter in den vergangenen vier Jahren deutlich gestiegen. Häufig sind sie nicht mehr der allgemeinen Verwaltung zugeordnet, sondern leiten eine eigenständige Abteilung. Mit der Flottengröße steigt auch die Bereitschaft, Dienstleistungen auszulagern, sagt Behringer: „Während kleinere Flotten mit wenigen Fahrzeugen gut mit Finanzleasing auskommen und den Service selbst organisieren, ist dies bei größeren Flotten ein riesiger logistischer Aufwand.“

An externen Helfern mangelt es nicht – vom Werkstattservice über Tankkartenmanagement bis zur Abwicklung von Schäden lassen sich eine Vielzahl von Komponenten buchen. Um Flottenmanager zu überzeugen, dürfen die Leasinganbieter aber nicht nur mit der Arbeitserleichterung argumentieren. „Ein erheblicher Faktor ist die Einsparung durch Standards bei den Services“, sagt Behringer. Denn auch wenn die Flotten wachsen: Der Kostendruck, dem sich die Flottenmanager gegenübersehen, steigt stetig.

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