Einblick Mittelstandsfinanzierung
Polster an Eigenmitteln wächst

Mittelständischen Unternehmen erhöhen weiter ihre Eigenkapitaldecke. Welche Branchen besonders besonders viele Mittel auf der hohen Kante haben – und welche Gewerbe eher eine niedrige Quote aufweisen.
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Deutschlands Mittelständler kehren Banken und deren Krediten zunehmend den Rücken. Die gute Ertragssituation der letzten Zeit erlaubt es den Firmen, ihre Verschuldung weiter zurückzufahren und sich so unabhängiger von Fremdkapitalgebern zu machen. Das ist eines der Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Frühjahrsumfrage „Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand“ von Creditreform.

Die Befragung von fast 1200 mittelständischen Unternehmen aller Branchen ergab zugleich, dass die Firmen ihre Eigenkapitaldecke weiter aufpolstern. „Mittlerweile gelten nahezu ein Drittel der Unternehmen – 31,6 Prozent – als eigenkapitalstark, da sie über eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent verfügen“, melden die Neusser Wirtschaftsforscher.

Bei der vorherigen Befragung im Frühjahr 2015 hatten erst 30,8 Prozent der Befragten die Schwelle von 30 Prozent Eigenkapital überschritten. Positiv auch: Die Zahl der Unternehmen mit schwacher Finanzkraft und einer Eigenkapitalquote von weniger als zehn Prozent ging zurück – von 30,7 Prozent 2015 auf jetzt nur noch 28,5 Prozent.

Besonders eigenkapitalstark ist das verarbeitende Gewerbe. Vier von zehn Firmen dieser Branche kommen auf eine Eigenkapitalquote von mehr als 30 Prozent. Dem Handel geht es ähnlich gut. Ganz anders ist die Lage im Baugewerbe: 38,7 Prozent der befragten Unternehmen kommen auf weniger als zehn Prozent Eigenkapitalquote.

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