Finanzierung
Factoring wird beliebter

Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen sich über die Finanzierungsform mit Liquidität versorgen. Dabei werden Forderungen an einen Factoring-Anbieter verkauft, der den Großteil der Rechnung sofort begleicht.
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DüsseldorfDas Finanzierungsinstrument Factoring wird im Mittelstand immer beliebter. Der seit Anfang des Jahres zu beobachtende Anstieg des Marktvolumens setzt sich weiter fort. „Für das erste Halbjahr 2017 haben wir ein Umsatzplus von 9,44 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ermittelt. Zugleich stieg die Zahl der Factoring-Nutzer um zehn Prozent an. Damit verfestigt sich der positive Trend der letzten Jahre“, erklärt Simon Schach, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand (BFM). Auch für die kommenden Monate zeichnet sich nach Angaben des Verbands eine Aufwärtsbewegung ab.

Zu den Vorteilen von Factoring gehört, dass sich Firmen damit vor Zahlungsausfällen schützen können. Denn das Ausfallrisiko der Forderung wird auf die Factor-Gesellschaft übertragen. Auf diese Weise optimieren sie den Cashflow, bekommen finanzielle Planungssicherheit und können Rechnungen skontieren.

Das zunehmende Interesse an Factoring zeigt sich auch in einer repräsentativen Studie, für die im Auftrag des Verbands mehr als 1.500 KMU befragt wurden. Demnach hält jeder zweite Finanzentscheider (53 Prozent) das umsatzkongruente Prinzip von Factoring für vorteilhaft.

Ebenfalls 53 Prozent bewerten den Ausfallschutz, der mit dem Forderungsverkauf verbunden ist, als wichtigen Nutzen. „Wir glauben, dass Factoring nach wie vor ein People-Business ist. Weil wir die Anforderungen unserer Kunden sehr genau aus dem eigenen Unternehmeralltag kennen, können wir Finanzierungslösungen individuell ausgestalten und Wachstum - auch im Zuge digitaler Veränderungsprozesse - von kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen“, so Schacht.

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