Firmennachfolge
Was der neue Chef nicht tun sollte

Jeder dritte Chef ist heute schon Mitte 50 oder älter: Bis 2017 planen rund 580.000 davon ihre Nachfolge zu regeln. Was die neuen Unternehmenschefs in spe brauchen, um richtig erfolgreich zu sein.

AachenDer deutsche Mittelstand steht vor dem Generationswechsel: Rund 580.000 Firmenchefs planen laut der Förderbank KfW bis 2017 ihre Nachfolge zu regeln, denn jeder dritte Chef ist heute bereits Mitte 50 oder älter. Bei Übergaben, die nicht innerhalb der Familie erfolgen und bei denen der Übernehmer die Firma kaufen muss, stellt sich aus Übernehmersicht eine entscheidende Frage: Wie kann ich die Bank oder ein anderes Geldinstitut davon überzeugen, mir einen Kredit zu gewähren?

„Wir orientieren uns vorwiegend an den Erträgen des Unternehmens, das übernommen wird, und nicht an den Sicherheiten des Kunden“, sagt Ralph Beckmann, Leiter Nachfolgeberatung bei der Commerzbank. Die Bank möchte wissen, wie rentabel das Unternehmen wirtschaftet und welche Chancen es künftig am Markt hat. Die Commerzbank hakt bei den potenziellen Firmenübernehmern nach, ob diese über Qualifikationen verfügen, um die Firma erfolgreich zu führen.

Zwar achtet die Bank auf den Cashflow und die Ertragskraft des Unternehmens. Dennoch sollte der Firmenübernehmer auch Eigenkapital mitbringen. Pauschal nennt Beckmann dabei einen Betrag, der zwischen 15 und 40 Prozent der Finanzierungssumme liegt: „Das Eigenkapital soll dokumentieren, dass der Käufer auch das unternehmerische Risiko trägt.“

Ein Unternehmer müsse darüber hinaus in der Lage sein, für die nächsten zwei bis drei Jahre zu erläutern, wo er mit dem Unternehmen hinwolle und wie in etwa seine Gewinne und Verluste aussehen könnten, so Beckmann, nach dessen Erfahrung sich viele Mittelständler mit Planzahlen schwertun. Weiterhin müsse sich der Chef in spe mit der Frage beschäftigen, was er denn anders machen wolle. „Ein Unternehmen genauso zu führen wie es der Vorgänger gemacht hat wird schwerlich gelingen“, sagt Beckmann. Nicht nur aus dem Grunde weil der Neue eine andere Person sei und womöglich andere Führungskräfte und Geschäftspartner habe.

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