Fit ins Büro
Wie sehr sich ein Dienstrad lohnt

Dienstrad statt Dienstwagen? Viele tausend Firmen machen inzwischen mit. Manch ein Arbeitnehmer kann vielleicht ein Drittel des Kaufpreises sparen, für andere könnte es ein Nullsummenspiel werden. Einige Rechenbeispiele.
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DüsseldorfFahrradfahren liegt im Trend und ist ein guter Ausgleich zur meist sitzenden Tätigkeit im Büro. Es ist daher sinnvoll, darüber nachzudenken, mit dem Rad statt mit Auto oder Bahn zur Arbeit zu fahren. Das ist im Zeitalter des Fahrrads mit Elektromotor (E-Bike) wesentlich angenehmer als noch vor einigen Jahren.

Ein Beispiel: Wer am Niederrhein aus dem Kreis Neuss 17 Kilometer mit dem herkömmlichen Rad nach Düsseldorf fährt, ist hinterher entweder durchgeschwitzt oder deutlich mehr als eine Stunde unterwegs gewesen. Mit dem E-Bike ist die gleiche Strecke dagegen locker und ohne Schweißausbrüche in 40 bis 45 Minuten machbar, was nur wenige Minuten langsamer ist als mit der Bahn.

Solche Pendler-Alternativen zu fördern, ist also eine gute Idee: Verkehrs- und umweltpolitisch genauso wie mit Blick auf die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter. Denn wer oft an der frischen Luft ist und sich bewegt, ist erfahrungsgemäß auch weniger krank. Viele tausend Arbeitgeber fördern deshalb – und wegen zusätzlicher kleiner Steuervorteile – ein Dienstrad-Modell.

Der Arbeitnehmer erhält dabei über ein Leasing-Modell per Gehaltsumwandlung ein Fahrrad, das er drei Jahre abbezahlen und danach für einen niedrigen Restpreis fest erwerben kann. Wer den Vorteil gegenüber dem Direktkauf wissen will, kann dies über Rechner persönlich für sich ausrechnen. Einer davon ist der Vorteilsrechner des Marktführers Jobrad.

Bei der Entscheidung sollten Interessenten allerdings auf einige Feinheiten achten. Der Rechner ist so voreingestellt, dass er beim ersten Versuch, einem Fahrrad im Wert von 750 Euro bei einem Einkommen von 3500 Euro, einen Vorteil gegenüber dem Direktkauf von mehr als 34 Prozent auswirft.

Wenn man dagegen den Kaufpreis des Fahrrads auf 2500 Euro erhöht – ein realistischer Preis für ein gutes E-Bike – sinkt der Vorteil bereits auf 26 Prozent. Weitere wichtige Stellschrauben sind das Einkommen und die Steuerklasse. Bei einem Einkommen von 6500 Euro und einem Kaufpreis von 5000 Euro sinkt der prozentuale Vorteil in Steuerklasse 3 beispielsweise auf 18 Prozent

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Die Tücken des Leasingmodells für Arbeitnehmer

Kommentare zu " Fit ins Büro: Wie sehr sich ein Dienstrad lohnt"

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  • Welch eine glückliche Erkenntnis, besonders für die Arbeitnehmer, denen gemäß Arbeitsagentur, ein Arbeitsweg (einfach) 40 km zugemutet werden kann.
    Dies sind ganz locker auch Hunderttausende Beschäftigte.

  • Wann gedenkt die Politk eigentlich, endlich die völlige Steuerfreiheit, Kennzeichnungsfreiheit, Strafzettelfreiheit (Falschparken), Straffreiheit (Fahrerflucht usw.) von Fahrradfahrern aufzuheben? Mit der Anzahl an Fahrradenthusiasten ist es nicht mehr gerechtfertigt, diese Schikanen immer nur den Autofahrern aufzubürden.

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