Förderbank KfW
Mehr Gewinn durch mehr Kreditzusagen

Die lebhafte Konjunktur führt zu einem überraschend guten Ergebnis der Förderbank KfW. Dabei rechnete der Vorstand mit einem Rückgang der ausgereichten Kredite. Der deutsche Mittelstand und die Baukonjunktur florieren.
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FrankfurtKredite an den deutschen Mittelstand und die florierende Baukonjunktur schieben das Geschäft der staatlichen Förderbank KfW an. Die Förderzusagen stiegen im ersten Quartal um 16 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro, wie die KfW am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. „Die lebhafte Konjunktur führt dazu, dass die Nachfrage nach KfW-Förderung von Unternehmen und Privatpersonen hoch bleibt“, erklärte Vorstand Günther Bräunig. Dabei hatte die KfW für das laufende Jahr eigentlich mit einem Rückgang der ausgereichten Kredite gerechnet.

Auch der Gewinn liegt mit 421 (2016: 246) Millionen Euro deutlich über Plan, begünstigt von Bewertungseffekten und einer Risikovorsorge für faule Kredite, die fast auf Null gesunken ist. „Wir gehen für den weiteren Jahresverlauf unter anderem von einer Normalisierung des Kreditrisikovorsorgebedarfs aus“, sagte Bräunig. Während die Förderzusagen im Inland zulegten, stagnierte das Volumen der internationalen Finanzierungen der KfW.

Mit 27,4 (22,2) Milliarden Euro hat die Förderbank nach drei Monaten mehr als ein Drittel ihrer geplanten Refinanzierung von 75 Milliarden Euro für 2017 in der Tasche. Mehr als die Hälfte der Anleihen und Wertpapiere nahm die Staatsbank in Euro auf, nachdem sie zwei Jahre lang den US-Dollar bevorzugt hatte. Im vergangenen Jahr hatte die KfW, die dem Bund (80 Prozent) und den Ländern (20 Prozent) gehört, beim Überschuss erneut knapp die Marke von zwei Milliarden Euro überschritten – und das, obwohl üppige Gewinne nicht das Hauptziel der Förderbank sind.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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