Kostencontrolling im Fuhrpark
Die geplagten Herrscher der Fahrzeugarmadas

Teures Benzin, zu umweltfeindlich, zu wenige Fachkräfte: Der moderne Fuhrparkmanager kämpft an vielen Fronten gleichzeitig. Das funktioniert nur mit der richtigen Technik und Know-how. Leasingunternehmen bieten Hilfe an.
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WertherFlottenmanager, heißt es in einer Studie des Center Automotive Research (CAR), befinden sich in einer Art Bermudadreieck zwischen steigenden Kraftstoffpreisen, der Forderung nach einem umweltfreundlichen "grünen" Unternehmensimage und den Auswirkungen der demografischen Entwicklung, die einen fortschreitenden Fachkräftemangel mit sich bringt.

Die Folge: Die Herrscher der Fahrzeugarmadas müssen die Spritkosten senken, gleichzeitig aber die Motivation der Belegschaft steigern und den Spritverbrauch der Flotte reduzieren.

Ein Manöver, das nur mit moderner Technik und Know-how funktioniert. Immer mehr Leasingfirmen bringen sich daher als Dienstleister in Stellung und bieten neben der reinen Finanzierung auch das komplette Management des Fuhrparks an.

Die Fahrzeugflotte ist schließlich in den meisten Betrieben der mit Abstand größte Kostenfaktor nach dem Personal. Fuhrparkleiter müssen im Zuge von Restrukturierungsrunden immer öfter mit konstanten oder sogar sinkenden Budgets zurechtkommen.

Mit einem Anteil von 25 Prozent an den gesamten Fuhrparkkosten ist der Kraftstoffverbrauch die Stellschraube für Einsparungen. "Sparsame Fahrzeuge sind der beste Weg, die Flottenkosten dauerhaft zu senken", sagt Roland Meyer, Commercial Director bei Athlon Car Lease Germany.

Ist der Fahrzeugpark geleast, lässt sich der Umstieg auf moderne, spritsparende Modelle beschleunigen, denn meist werden in diesem Fall ohnehin alle zwei oder drei Jahre die Fahrzeuge ausgetauscht. Umweltfreundlichkeit rangiert allerdings als Auswahlkriterium für Fahrzeuge auf dem letzten Platz, ermittelte der Flottendienstleister Arval in einer Studie.

"Solche Umfragewerte sind kein Grund, gute Vorsätze gleich über Bord zu werfen", sagt Meyer. Mit dem richtigen Anreizsystem könne jeder Dienstwagenfahrer zum Umstieg bewegt werden. Das funktioniert mit einem sogenannten Bonus-Malus-Kalkulator.

Mit ihm wird Mitarbeitern der Verzicht auf CO2 "hoch" angerechnet. Statt mehr PS, bekommen sie mehr Ausstattung - Ledersitze zum Beispiel. "Die größte Klippe - das Auto als Statussymbol - ist damit umschifft", weiß Roland Meyer.

Auf Konfrontationskurs geht dagegen das Totalkostenbudget. Dabei wird eine Full-Service-Leasing-Rate inklusive Kraftstoffkosten pauschal festgeschrieben. "Wir setzen lieber auf Selbstbestimmung", sagt Meyer, "unsere Fuhrparkleiter beteiligen die Fahrer online am Entscheidungsprozess."

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