Made in Switzerland

Meerschweinchen-Leasing boomt

Menschen mögen ein Single-Dasein ganz gut verkraften. Meerschweinchen nicht. Deshalb ist es in der tierfreundlichen Schweiz verboten, die Tiere allein zu halten. Ein lukratives Geschäftsmodell für findige Nager-Züchter.
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Als 2008 das Schweizer Tierschutzgesetz revidiert und um das Meersäuli-Singleverbot erweitert wurde, erkannten findige Züchter eine Marktlücke. Quelle: ap

Als 2008 das Schweizer Tierschutzgesetz revidiert und um das Meersäuli-Singleverbot erweitert wurde, erkannten findige Züchter eine Marktlücke.

(Foto: ap)

Zürich„In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“, sang einst Revuestar Marika Rökk. Meerschweinchen geht das sogar auch tagsüber so. Als Single erleiden sie Psychostress. In der tierfreundlichen Schweiz ist es deshalb gesetzlich verboten, Meersäuli - wie die putzigen Nager auf Schwyzertütsch heißen - in Einsamkeit zu halten.

Doch was tun, wenn der Tod ein Meerschweinchen-Paar scheidet und die Besitzer kein neues Tier mehr kaufen wollen? In solchen Fällen klingelt bei Priska Küng das Telefon: „Wir bräuchten ein Miet-Meersäuli.“

Als 2008 das Schweizer Tierschutzgesetz revidiert und um das Meersäuli-Singleverbot erweitert wurde, erkannte die findige Züchterin die Marktlücke. Küngs Nager-Leasing im Dorf Hinwil-Hadlikon unweit von Zürich war auf Anhieb ein Renner. „Die Nachfrage nach Leihmeersäuli ist nach wie vor groß, bis zu fünf Mal pro Woche kommen Anfragen“, sagt sie. „Das ist gut so, denn kein Tier sollte in Einzelhaft leben müssen, auch nicht für einige Wochen.“

Die Idee einer Partnervermittlung für Meerlis, wie die Tierchen auch gern genannt werden, haben inzwischen sechs weitere Züchter aufgegriffen. Sie sind in der eidgenössischen Interessengemeinschaft Meerschweinchen zusammengeschlossen, deren Präsidentin Küng ist. Für ein kastriertes Männchen muss man bei ihr 50 Franken hinlegen, für ein Weibchen 60 Franken (50 Euro).

Obwohl dies eine einmalige Gebühr ist und Kunden die Tiere auf Wunsch behalten können, ist der Deal kein Kauf, sondern eine Form des Leasings: Die Nager können problemlos - je nach Verweildauer auch gegen anteilige Kostenerstattung - zurückgegeben werden, wenn der meist ältere Partner sich in Richtung Säuli-Himmel verabschiedet hat oder wenn die Tiere nur Zoff miteinander haben.

„Rent a Rammler“ & „Lisas Langohr-Leasing“
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7 Kommentare zu "Made in Switzerland: Meerschweinchen-Leasing boomt"

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  • Bei einer MS-Böckleingemeinschaft kann man nach dem Tod des "Brüderchens" nur schwer ein ausgewachsenes Böcklein nachsetzen. Haben wir einmal kurz ausprobiert und dann schnell das Blutbad mit einem 2. Käfig gelöst. Leasing wäre deshalb auch keine Lösung gewesen. Für die Gesellschaft dann jeweils junge Böcklein dazu gekauft und jetzt haben wir halt 2 Käfige. Die Situation erinnert ein Wenig an den Zauberlehrling mit den gespaltetgnen Besen oder an die Enterprise Folge mit den "Tribbles"

  • Selten so gelacht hier über einen Artikel wie auch über die Kommentare!!!!
    vor allem: was macht es für einen Sinn eines zu kaufen und das andere zu mieten..hä? entweder beide kaufen oder beide mieten ... oder noch besser: einen Partner/Partnerin leasen/mieten - ähm, sorry - suchen, anstatt mit Meersäuli zu kuscheln

  • Danke für diesen Beitrag. Es wird höchste Zeit, dass sich auch im sentimentalen, aber nicht sensiblen Deutschland ein Grundverständnis für die Rechte der Tiere durchsetzt, die von vielen Dumpfbacken noch immer als Sache missbraucht und zum "Nutztier" degradiert werden. Schon erstaunlich, dass Menschen, die ihre Hunde und Katzen mit dem Fleisch der gequälten Kreaturen aus der Massentierhaltung füttern und auch selbst dergleichen essen, die Stirn haben, sich als "Tierfreunde" zu bezeichnen.

  • Hallo anonym
    Da haben Sie sich geistig wohl besonders weit aus dem Fenster gelehnt?

  • Es soll ja auch Gestalten geben, die Menschen fressen (Menschenfleisch ist besonders süß, und Rezepte dazu kann man auch finden) und die beim Anblick von Frauen und Kindern nur an Missbrauch denken.

  • Loretta da muß ich Ihnen zustimmen!
    Tiere sind keine Kuschelsachen!

    Also am Besten Das Kaninchen waschen und trocken tupfen.Die Tomaten überbrühen und häuten, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch klein würfeln. Den Speck ebenfalls fein würfeln.
    In einem Bräter das Olivenöl erhitzen. Den Speck hinzufügen und dann die Kaninchenteile darin bei mittlerer Hitze rundherum goldbraun anbraten. Den Wein angießen und zur Hälfte einkochen lassen, dabei die Fleischstücke mehrmals wenden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Tomaten dazugeben und alles zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 45 Minuten schmoren.

    Inzwischen die Petersilienblättchen und Rosmarinnadeln abzupfen und möglichst fein schneiden bzw. wiegen. Auch die Zitronenschale ganz fein schälen und hacken. Den Knoblauch ganz klein würfeln oder durchpressen. Die Walnüsse im Blitzhacker zerkleinern. Kräuter, Zitronenschale, Knoblauch und Nüsse miteinander vermischen und nach den 45 Minuten unter die Sauce rühren. Bei schwacher Hitze weitere 15-20 Minuten ziehen lassen. Testen, ob das Fleisch schön zart ist - sonst noch etwas länger schmoren.

    Gnocchi und Salat dazu reichen.

    (http://www.chefkoch.de/rezepte/1592651266580366/Italienisches-Kaninchen.html)

    Mit Essen spielt man nicht!

  • Wer Kaninchen nicht mit mindestens einem anderen Kaninchen zusammen hält ist nichts anderes als ein Tierquäler. Leute, die keine Ahnung von der jeweils artgerechten Haltung haben, sollten sich keine tiere anschaffen. Auch wenn sie noch so "niedlich" sind. Tiere sind keine Kuschelsachen.

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