Wachstumshelfer
Mit IT-Leasing an der Effizienz schrauben

Viele Mittelständler kommen mit ihrer IT-Optimierung oft nicht hinterher. Eine Möglichkeit: Er least die Software, und mit ihr ein Servicepaket. Wie das funktioniert, zeigt eine Beispielrechnung.
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In den vergangenen Jahrzehnten hat die Bedeutung der Informations- und Telekommunikationstechnologie (IT) in nahezu allen Bereichen des Privat- und Arbeitslebens stetig zugenommen. Insbesondere für Unternehmen ist eine funktionierende IT - die den Betrieb am Laufen und wettbewerbsfähig hält - inzwischen absolut erfolgsrelevant, allerdings auch einer der größten Kostentreiber.

Die Optimierung der IT gilt dementsprechend als wichtiger Effizienzhebel. Die technische Entwicklung verläuft jedoch derart rasant, dass gerade Mittelständler mit der Verbesserung ihrer IT-Struktur oft nicht nachkommen oder Investitionen scheuen.

Über vorausschauende Planung und ausgereifte Finanzierungsmodelle lässt sich allerdings auch ohne hohe Anschubkosten eine IT-Optimierung realisieren - wie das nachfolgende Beispiel zeigt: Ein mittelständischer Automobilzulieferer mit 75 Angestellten will in eine neue IT-Struktur investieren.

Die bisherige Lösung, die alle Prozesse von der Organisation über die Verwaltung bis zur Kontrolle des Unternehmens steuert, erfüllt nicht mehr die Anforderungen. Nach der Verhandlung mit einem Systemhaus wird die Investition durchgeplant.

Die Rechnung sieht etwa so aus: 100.000 Euro werden für die Software veranschlagt, dazu kommen 15.000 Euro für die Beratungsleistung. Für die Implementierung der Software und die Schulung der Mitarbeiter fallen insgesamt rund 12.500 Euro an. Die Gesamtinvestition beträgt also 127.500 Euro - vorausgesetzt, es kommen keine unvorhersehbaren Kosten dazu. Nun hat der Unternehmer die Wahl: Will er die Ausgaben mit eigenen Mitteln finanzieren und unter Umständen eine statische Lösung kaufen, oder will er die Software leasen?

Die Geschäftsführung entscheidet sich für die Möglichkeit des IT-Leasings. Zwar ist dadurch die finanzielle Belastung etwas höher als bei der alternativen Finanzierung etwa über ein Bankdarlehen. Leasing bietet in diesem Fall jedoch einige Vorteile - zum Beispiel, dass sich der Leasingvertrag in Bezug auf die IT-Ausstattung an das dynamische Wachstum der Firma anpassen lässt.

Ein entsprechendes Servicepaket wird ebenfalls in das Finanzierungskonzept aufgenommen. Ein wichtiger Aspekt, denn die Kosten für begleitende Serviceleistungen sind oft höher als die Anschaffung der Software selbst.

In Unternehmen, in denen hohe IT-Kompetenz oder entsprechende Kapazitäten vorhanden sind, mag der Beratungs-, Wartungs- und Schulungsaufwand geringer sein - viele mittelständische Firmen können die nötige Expertise jedoch nicht vorweisen. Dementsprechend sind die Servicekosten der am schwierigsten zu kalkulierende Faktor.

Im Idealfall sind diese Kosten Bestandteil des Leasingvertrags und somit abgedeckt. Für die Leasingvariante spricht zudem, dass Leasinggüter außerhalb der Bilanz geführt werden und die eigenen Mittel unangetastet bleiben - ein für konjunkturabhängige Unternehmen wichtiger finanzieller Sicherheitsfaktor.

Stephan Ninow ist Mitglied der Geschäftsführung der abcfinance GmbH.

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