Carsharing
Wenn der Kunde Lehrmeister der Autobosse wird

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„Carsharing ist ein Auslaufmodell, wenn das Robo-Taxi kommt“

In Europa und Asien wird Carsharing die Autohersteller im Jahr 2021 unter dem Strich eine halbe Million Autoverkäufe kosten, so schätzt die Unternehmensberatung BCG. Und später kommt dann der große Umbruch mit den autonom fahrenden Autos. „Carsharing ist ein Auslaufmodell, wenn das Robo-Taxi kommt“, sagt Bratzel. „Carsharing ist eigentlich ein Taxi zum Selberfahren – ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Robo-Taxi.“

Der US-Konzern Uber schreibt zwar rote Zahlen, macht aber mit der Vermittlung von Fahrdiensten Milliardenumsätze und testet Robo-Taxis. Konkurrent Didi Tuxing hat in China schon 300 Millionen Kunden und wickelt täglich 60 Millionen Fahrten ab, nur mit einer Software-Plattform. „Wenn die Autohersteller es nicht schaffen, in dieser Dienstleistungswelt Fuß zu fassen, werden sie zu Zulieferern für die Fahrdienste, die die Plattform kontrollieren“, sagt Bratzel. Dieses Szenario fürchten die Hersteller. „Sie müssen es schaffen, die Kunden zu verstehen und Kontakt zu ihnen aufzubauen. Es ist eine völlig neue Welt, die da aufgeht.“

Und Hofelich sagt: „Das Thema wird unglaublich an Fahrt gewinnen.“ Um es zu beherrschen, brauche es auch Erfahrung im Flottenmanagement. Das aber fehle Uber, denn jeder Fahrer bringe sein eigenes Fahrzeug mit. „Wir sind beim Flottenmanagement extrem weit.“

Für das Flottenmanagement bei DriveNow ist der Autovermieter Sixt zuständig. Ob Daimler und BMW ihre Carsharing-Töchter demnächst zusammenlegen wollen, vielleicht gleich noch mit Daimlers MyTaxi-Dienst, ist offen. Firmenchef Erich Sixt jedenfalls sieht DriveNow als „ein Juwel“.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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