Großflughafen Berlin
Platz für Firmen in Hülle und Fülle

Um den neuen Berliner Flughafen gibt es reichlich Platz für neue Unternehmen. Auch im Ausland wird bereits kräftig die Werbetrommel gerührt: Das Interesse an der Region ist groß - aber kein Selbstläufer.
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BerlinUnternehmen, die sich rund um den neuen Berliner Großflughafen ansiedeln wollen, haben reichlich Auswahl. Platz bieten Berlin und Brandenburg in Hülle und Fülle, mancherorts wuchert sogar noch das Unkraut. Allein im engeren Brandenburger Flughafenumfeld, das ist der 30-Minuten-Radius um den Airport herum, zählt die brandenburgische Wirtschaftsförderungsagentur ZAB 34 Gewerbegebiete mit 1350 Hektar Gewerbefläche, davon sind 500 Hektar noch zu vergeben.

Die Wirtschaftsförderer rühren auch im Ausland kräftig die Werbetrommel: Gerade ist eine Delegation der ZAB in Singapur und Malaysia unterwegs. Seit einem Jahr sucht der ehemalige Rolls-Royce-Manager Axel Arendt als „Türöffner“ den Kontakt zu potenziellen Investoren. „Ich habe den Zugang zu vielen Chefetagen in der Luft- und Raumfahrt“, begründet der 62-Jährige sein Engagement. Auch sein früherer Arbeitgeber hat jüngst entschieden, den Standort im brandenburgischen Dahlewitz um ein Logistikzentrum zu erweitern.

Die Logistik galt zuletzt als Wachstumstreiber in der Region. „Keine andere Branche hat 2011 solch einen Ansiedlungsschub gegeben wie die Logistik“, sagt Steffen Kammradt, Sprecher der ZAB-Geschäftsführung. Er hofft vor allem auf weitere Investitionen von Online-Händlern wie Zalando: Das Berliner Unternehmen, das Schuhe und Mode im Internet anbietet, weihte im vergangenen Jahr ein Logistikzentrum in der Region ein.

Zudem bräuchten große Seehäfen wie Hamburg Umlade- und Verteilzentren im Binnenland, gerade mit Blick auf die Warenströme nach Osteuropa, glaubt Kammradt. „Da gibt es noch viel Entwicklungspotenzial.“ Das Interesse an der Region sei groß, aber kein Selbstläufer, erklärt Arendt: „Wir sind schließlich nicht die einzigen, die für ihren Standort werben.“ Dennoch: Wer in die 1A-Lage will, müsse sich beeilen: „Noch zwei bis drei Jahre - dann sind die Sahnestückchen weg.“

Silke Kersting
Silke Kersting
Handelsblatt / Korrespondentin

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