IT-Dienstleistungen
Logistiker zieht es in die Cloud

Mit passgenauer Mietsoftware können Unternehmen im Transportsektor sparen. Die Anwendungen sind flexibel wie individuelle lokale IT-Lösungen. Ein virtueller Supermarkt bringt Anbieter und Anwender zusammen.
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DüsseldorfHelmut Ott ist der Herr der Dinge – zumindest wenn sie aus Asien stammen und für Audi bestimmt sind. Der Logistikmanager des Autobauers hat Anfang 2011 ein Trackingsystem eingeführt. Jetzt weiß er jederzeit, wo sich jeder einzelne Artikel der rund 500 Warengruppen befindet, die Audi aus Asien importiert. „Wir sehen an allen Orten auf einer PC-Oberfläche, ob sich ein Zulieferteil zum Beispiel in der Warenauslieferung im Werk oder etwa in einem Hafen bei der Verladung befindet“, sagt Ott. „So können wir besser auf etwaige Lieferengpässe reagieren und verbessern die Versorgungssicherheit unserer Werke.“

Die lückenlose Warenrückverfolgung endet erst, sobald das Zulieferteil bei Audi in Deutschland angekommen ist. Wie viel die Ingolstädter in das System investiert haben, verrät Ott nicht, aber es dürfte überschaubar bleiben: Audi mietet die Software aus einem Rechenzentrum und bezahlt dafür eine monatliche Gebühr. „Für uns ist das ideal, um ein neues System zu testen. Im nächsten Jahr werden wir entscheiden, ob wir auf die gleiche Weise fortfahren.“

Die Cloud, also die Nutzung von IT-Leistungen nach Bedarf über Datennetze anstatt auf lokalen Rechnern, bietet nicht nur international tätigen Unternehmen wie Audi Vorteile. Sie können so überall auf der Welt auf ihre Daten zugreifen. Kleineren Logistikunternehmen ohne eigene IT-Abteilungen ermöglicht die Cloud Zugriff auf die neuesten Anwendungen, die für sie bislang zu kostenintensiv waren.

Durch die Auslagerung der Rechenleistung in die Cloud entfallen die Investitionen in Hardware und IT-Dienstleistungen. Das erkennen die Firmen zunehmend: „Logistiker bestätigen uns immer häufiger, dass die Cloud für sie technisch und wirtschaftlich zukunftsweisend ist“, sagt Oliver Wolf, Manager des Fraunhofer Innovationsclusters „Cloud Computing für Logistik“.

Kommentare zu " IT-Dienstleistungen: Logistiker zieht es in die Cloud"

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  • Stimme ich voll zu - dessen muss man sich vor dem Gang in die Cloud bewusst sein! Allerdings gibt es heute schon regionale Anbieter von Cloud-Dienstleistungen, die ihre Server ausschliesslich in Rechenzentren in Deutschland betreiben. Allerdings scheint es in diesem Beitrag auch so, dass hier keine unternehmenskritischen Daten (z.B. Entwicklungsdaten) in der Cloud landen, sondern "nur" Logistikinformation der Lieferanten. Ich denke man sollte einfach differenzieren und entscheiden, welche Daten in eine Public-Cloud gelangen können und welche Daten lediglich unternehmensintern (z.B. in auch einer Private-Cloud) verarbeitet werden dürfen. Der bewusste Umgang mit Daten sollte in Zeiten von Facebook, Dropbox und Google einfach alltäglich sein.

  • Nix gegen Cloud, aber wo stehen die Server? Laut dem Patriot Act, bzw. dessen Auslegung, ist jeder Platz wo ein Server eines Amerikanischen Servers steht, US Boden. D.h. die NSA darf ohne Wissen des Benutzers Informationen ziehen. Damit ist weniger Himmlisch ( Cloud ), sondern eher eine schöne Einladung zur Wirtschaftsspionage. Da waren die Herren noch nie fein. Ups, die Daten die da laufen sind natürlich nur zur Verifizierung das alles gut ist und verschlüsselt. Sorry, habe vergessen das dies alles ja nur zur Sicherheit des Nutzers geschieht und gute Menschen eh nichts zu befürchten haben.

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