Kreditkarten für Vielflieger Wo sich das Meilensammeln auszahlt

Bei Lufthansa, Eurowings oder Air Berlin können Vielflieger Flugmeilen sammeln. Aber welche Meilenkreditkarte bringt das Meiste? Reicht Sparsamen auch die Payback-Karte? Das Handelsblatt hat elf Meilen-Programme getestet.
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Privilegien wie Lounge-Zugänge sind für die meisten Vielflieger ein wichtiger Grund für die Wahl der Meilenkarte. Quelle: Lufthansa
Lufthansa-Lounge in Frankfurt

Privilegien wie Lounge-Zugänge sind für die meisten Vielflieger ein wichtiger Grund für die Wahl der Meilenkarte.

(Foto: Lufthansa)

DüsseldorfFlugmeilen sammeln mit der Kreditkarte – was Lufthansa seit Jahren mit „Miles & More“ vormacht und Air Berlin per „Topbonus“-Programm kopierte, ist längst auch bei Eurowings („Boomerang Club“) oder American Express zu haben: Wer über das Plastikgeld der Anbieter bucht oder einkauft, erhält als Belohnung Bonuspunkte und Privilegien. Vor neun Monaten legte die Einkaufs-Rabattkarte Payback nach und ermöglicht nun auch American-Express-Kunden Gratis-Flüge.

Das Kleingedruckte ist üppig, der Zusatzgewinn ernüchternd. Zumindest auf den ersten Blick. Wer sich bei Lufthansa einen freien Business-Class-Flug von Frankfurt nach Chicago (2.840 Euro vor noch zu zahlenden Steuern und Gebühren) erfliegen will, hat dazu exakt 55.000 Meilen zu sammeln. Weil die erst bei einem Umsatz von 110.000 Euro gutgeschrieben werden, beträgt der effektive Preisnachlass gerade einmal 2,6 Prozent.

Lohnt sich das Meilensammeln trotzdem? Und welches Programm bietet am meisten? Der frühere McKinsey-Berater Alexander Koenig, Inhaber der Vielfliegerberatung First Class & More, hat dazu für das Handelsblatt die führenden Anbieter unter die Lupe genommen.

Seine Erkenntnis aus 800 Kundenbefragungen: Zwar sind die Meilengutschriften pro Euro Umsatz das wichtigste Wettbewerbskriterium – hier gab es eine Zustimmung von 100 Prozent. Gleichzeitig aber spielen die unbegrenzte Gültigkeit der gesammelten Meilen (96,3 Prozent), das Sammeln von Statusmeilen (93,8 Prozent) und Annehmlichkeiten wie Lounge-Zugang und Versicherungen (jeweils 58 Prozent) eine wichtige Rolle. Mehr als ein Drittel der Befragten honoriert nicht nur Rabatte bei Mietwagen-Anbietern, Hotels und anderen Partnerfirmen, sondern auch den Verzicht auf Auslandsgebühren für Kreditkartenzahlungen.

Individuell mögen die Präferenzen unterschiedlich ausfallen, für den durchschnittlichen Meilensammler ergibt sich daraus jedoch ein klarer Sieger unter den elf wichtigsten Bonusprogrammen: Mit Abstand die meisten Leistungen bietet die „American Express Platinum Card“. Die Vorzugsbehandlung an Flughäfen („Priority Pass“) ist dort inbegriffen und ebenfalls für den mitreisenden Partner enthalten – und das in der höchsten Kategorie „Prestige“ mit unbeschränktem Lounge-Zugang, die üblicherweise 399 Euro kostet. Hinzu kommen zahlreiche Versicherungen, darunter Vollkasko für bestimmte Mietwagen.

Vom Handelsblatt bekommt die „American Express Platinum Card“ die Spitzenbewertung, vom Ranking der Meilenkreditkarten hat sie Koenig aber ausgeschlossen. Aus gutem Grund. Das viereckige Plastik kostet 600 Euro im Jahr – zu viel, um die Karten mit den deutlich günstigeren Wettbewerbern zu vergleichen.

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