Urbane Logistik
Wenn die Stadt aus allen Nähten platzt

In deutschen Städten wird es immer enger. Gemeinsam mit Händlern, Kommunen und IT-Spezialisten arbeiten Logistiker an Lösungen, um Verkehrsinfarkte zu verhindern – und Waren störungsfrei ins Herz der City zu bringen.
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KölnDer Paketbote von morgen braucht einen Pilotenschein, denn Amazon geht in die Luft. Der Plan des Online-Händlers: Schon bald wird die Ware per Drohne zum Kunden geflogen. „Prime Air“ heißt das Projekt, für das der US-Konzern gerade in Seattle und Cambridge erfahrene Flugzeugingenieure anwirbt. Parkplatzmangel, Feierabendstau? Darüber kann der Lieferant dann nur noch müde lächeln. Die unbemannten Transportcopter versorgen die Abnehmer auf kürzestem Weg.

Schon im kommenden Jahr will Amazon den Testbetrieb starten – und hofft deshalb auf schnelle Zulassung durch die amerikanische Luftfahrtbehörde. „Wir werden bereit sein“, teilt das Unternehmen selbstbewusst mit.

Die Lieferung aus der Luft ist nur eine Idee, mit der sich das Transportgewerbe auf einen globalen Megatrend einstellt: das rasante Wachstum der Städte, das vielerorts die Verkehrsinfrastruktur überfordert. Denn noch schneller nimmt in Zeiten von Online-Shopping die Zahl der Warenlieferungen zu. Um den Logistikkollaps zu verhindern, müssen die Unternehmen neue Lösungen entwickeln, um Lücken im Verkehr zu finden. Gelingen kann dies nur in enger Zusammenarbeit mit Forschern und Kommunen.

Erlaubt ist, was Zeit spart. Denn Stillstand hat einen hohen Preis. Schon heute verursachen Staus allein in Deutschland jährliche Kosten von 25 Milliarden Euro – so die Rechnung von Inrix, einem Anbieter von Verkehrsdienstleistungen. Ändert sich die Lage nicht, werden es im Jahr 2030 schon 33 Milliarden Euro pro Jahr sein.

Noch sind die hiesigen Ballungszentren weit entfernt von chaotischen Zuständen, wie sie in den aufstrebenden Metropolen Bangkok, Manila oder Schanghai herrschen. Doch der Blick in die Schwellenländer kann eine Warnung sein für Logistiker und Stadtplaner, die hierzulande tätig sind. „Die Städte wachsen, ohne an Fläche zu gewinnen – da sind Konflikte vorprogrammiert“, sagt Uwe Northmann, der als Business Development Manager beim IT-Konzern Cisco das Thema Smart Citys in Deutschland betreut.

Kommentare zu " Urbane Logistik: Wenn die Stadt aus allen Nähten platzt"

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  • Wer für Ballungsgebiete Transportcopter oder Logistikdrohnen propagiert, der hat einen gewaltigen und gemeingefährlichen Sockenschuss. Sollten sich US-Konzerne mit diesem Mist in Deutschland durchsetzen, wird ihnen garantiert ein wirtschaftliches Desaster, aufgrund von vorsätzlicher und mutwilliger Zerstörung ihrer Drohnen, bereitet werden. Eine ausreichende Minderheit wird sich diesen Transportdrohnen widmen und sie vom Himmel schießen!!!

    “Noch sind die hiesigen Ballungszentren weit entfernt von chaotischen Zuständen, wie sie in den aufstrebenden Metropolen Bangkok, Manila oder Schanghai herrschen. Doch der Blick in die Schwellenländer kann eine Warnung sein für Logistiker und Stadtplaner, die hierzulande tätig sind.“

    Warum sollten mitteleuropäische Ballungszentren ähnlich chaotisch und extrem wachsen wie in den Zweit- und Drittweltstaaten?!

    Ach ja, ich vergaß man möchte gerne diese Drittweltmenschenmassen in hiesige Ballungszentren leiten, denn nur durch maßlose Einwanderung lässt sich noch höheres Wachstum generieren.
    Fragt jemand mal die Bürger was die davon halten?! Ach ja, wir werden ja schon von Washingtons Statthalter verwaltet und haben gar nichts mehr zu melden!

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