Zoff um Gebühren
Lufthansa und Fraport legen Streit angeblich bei

Lufthansa und Fraport haben einem Insider zufolge ihren Streit über die Gebühren am Frankfurter Flughafen beigelegt. Angeblich soll am Mittwoch eine entsprechende Abmachung unterzeichnet werden.
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FrankfurtLufthansa und Fraport haken einem Verhandlungs-Insider bald den zähen Streit über Gebühren am Frankfurter Flughafen ab. Die Spitzen beider Unternehmen werden voraussichtlich am Mittwoch eine entsprechende Abmachung unterzeichnen, sagte eine mit der Sache vertraute Person am Dienstagabend zu Reuters. Demnach würden neue Fluglinien am Frankfurter Airport ebenso viel Rabatt erhalten wie derzeit schon der Billigflieger Ryanair, wovon die Lufthansa-Tochter Eurowings profitieren würde, sagte der Kenner. Die ist derzeit gar nicht am größten deutschen Airport vertreten, peilt den Start aber für nächstes Jahr an. Fraport und Lufthansa wollten sich dazu nicht äußern.

Die geplante Vereinbarung geht nach Aussagen des Insiders aber noch weiter. Lufthansa und Fraport hätten sich auf einen Wachstums- und Kostensenkungspakt geeinigt, sagte der Konzernkenner. Damit unterstrichen die Firmen, dass sie langfristig voneinander abhängig seien. Details müssten noch ausgearbeitet werden.

Lufthansa und Fraport liegen seit acht Monaten im Clinch. Grund waren die neuen Flughafengebühren in Frankfurt. Mit Rabatten lockte Fraport wegen rückläufiger Passagierzahlen erstmals Ryanair an den Airport. Die Lufthansa, die an ihrem Heimatflughafen zwei von drei Passagieren stellt, war darüber erbost und warf Fraport vor, Ryanair bevorzugt zu behandeln. Deshalb pochte Lufthansa-Chef Carsten Spohr auf ähnliche Preisnachlässe - und erhält sie nun wohl wenigstens für Eurowings.

In einem Punkt hat sich Spohr offenbar nicht durchgesetzt. Am Münchner Flughäfen hält die Lufthansa 40 Prozent am Terminal 2, und dementsprechend kassiert die Airline auch einen Anteil der Gewinne aus den Restaurants und Shops dort. Etwas ähnliches wollte Spohr eigentlich auch in Frankfurt durchsetzen - doch um den Punkt ist es still geworden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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