Discounter-Expansion
Aldi will in den USA jeden Monat elf Filialen eröffnen

Aldi plant in den USA bis zum Jahr 2018 eine massive Expansion. Die Discounter-Kette nimmt dabei mehr als zwei Milliarden Euro in die Hand. Auch in New York City wurde die Präsenz zuletzt ausgebaut.
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BataviaAngriff auf einen riesigen Markt: Der Lebensmittel-Discounter Aldi Süd will in den USA expandieren und 650 neue Läden bis zum Jahr 2018 eröffnen. Nach im Schnitt zuletzt jährlich 80 Neueröffnungen in den USA plane das Unternehmen nun mit rund 130 neuen Läden pro Jahr, teilte der US-Ableger der deutschen Discount-Kette am Freitag in Batavia im US-Bundesstaat Illinois mit.

Aldi habe vor, über drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) in seine Expansion zu investieren. Mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze im gesamten Land sollen demnach entstehen. Am Ende will Aldi mit Standorten von der Ost- bis zur Westküste vertreten sein und monatlich mehr als 45 Millionen Kunden bedienen statt der heute gut 25 Millionen. Das ist eine Kampfansage an US-Einzelhandelsriesen wie Walmart.

„Wir beschleunigen unsere Expansionspläne, um der wachsenden Nachfrage der Kunden aus dem ganzen Land zu begegnen“, erklärte der Chef von Aldi in den USA, Jason Hart. Seit der Wirtschaftskrise zieht es die US-Amerikaner verstärkt zu dem deutschen Discounter. Denn das Konzept ist das gleiche wie in der Heimat: Eine beschränkte Auswahl an Produkten, direkt aus dem Pappkarton verkauft, wird zu günstigen Preisen angeboten. Dazu gibt es wöchentlich Sonderangebote.

Angesichts der Niedrigpreise verzichten viele Kunden gerne auf das sonst in Supermärkten übliche Einpacken der Tüten an der Kasse. Discounter gehören zu den wenigen Einzelhändlern, die in den USA wachsen. Zuletzt drängte Aldi aus den ländlichen Gebieten in die teuren Innenstädte, so eröffnete vor einem Jahr die erste Filiale in Manhattan. Auch auf dem großen kalifornischen Markt ist die Kette seit kurzem vertreten.

Aldi Süd betreibt nach eigenen Angaben zufolge knapp 1300 Läden in 32 Bundesstaaten der USA. 18.000 Beschäftigte arbeiten bei dem Discounter. Die erste Aldi-Filiale in den USA wurde im Jahr 1976 eröffnet.

Knapp 500 weitere Filialen werden von der Schwester Aldi Nord unter dem Namen Traeder Joe's betrieben – eine Art Edel-Aldi mit mehr Auswahl zu etwas höheren Preisen. Auch dieser Zweig wächst. In Deutschland werden unter dem Namen Traeder Joe's Produkte wie Nüsse vertrieben.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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