Durchblick im Antragsdschungel
So schnappen Sie sich die Exportförderung

Die Expansion ins Ausland ist eine wichtige Etappe für Unternehmer. Doch wer große Pläne hat, braucht auch die nötigen finanziellen Mittel. Unterstützung können Firmenchefs aus vielen Programmen beziehen. Ein Überblick.
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BerlinFunktioniert Export auch in politisch riskante Märkte? Hält das eigene Produkt trockenem Wüstenklima stand? Und was ist, wenn ein Kunde seine Rechnung nicht begleicht? Wenn die Firma ins Ausland expandiert, dann stellt sich oft die Frage nach der besten Finanzierung und Absicherung. Auch Zollgesetze, kulturelle Eigenheiten und wenig europäischen Klimaverhältnisse können im Zielland schnell zur Hürde werden, wenn man nicht gut darauf vorbereitet ist.

Doch wer Geschäfte im Ausland machen will, muss sich nicht gleich in den finanziellen Ruin stürzen. Schließlich gibt es zahlreiche öffentliche Programme, die Expansionswillige beim Gang ins Ausland unterstützen. Die Krux dabei: Unternehmer müssen in dem oftmals undurchschaubaren Förderdschungel nur wissen, wo sie suchen müssen.

Oft scheuen gerade Mittelständler den bürokratischen Aufwand. Regelmäßig zeigen Umfragen, dass nur wenige Firmen öffentliche Mittel nutzen, obwohl sie grundsätzlich Interesse daran haben, sie in Anspruch zu nehmen. Häufig sind die Programme auch gar nicht bekannt. In einer Statista-Umfrage gaben 80 Prozent der Unternehmen an, in den letzten 3 Jahren keine öffentliche Förderung in Anspruch genommen zu haben.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt das KMU-Fördermittelbarometer, das von der Beratungsgesellschaft Ernst & Young 2012 in Auftrag gegeben wurde. Die Ursache liegt häufig in der Überforderung. Demnach ist für 15 Prozent der Mittelständler der zeitliche und administrative Aufwand sei zu hoch, um Mittel zu beantragen – auch weil sie von der öffentlichen Hand beim Stellen der Anträge zu wenig unterstützt werden.

Das Angebot ist indes riesig: Vom geförderten Messestand über organisierte Matchmaking-Events bis hin zum versicherten Exportkredit – alleine auf EU-Ebene gibt fast 1000 Förderprogramme für Unternehmen. Das hat eine Forschergruppe im Auftrag der EU-Kommission in den Mitgliedsstaaten der Union gezählt. Und in Deutschland kommen auf Länder- und Bundesebene dann noch rund 30 Programme zusammen. Da können können Firmenchefs durchaus die Orientierung verlieren. Damit die Expansion ins Ausland auf Anhieb gelingt, stellen wir Ihnen die wichtigsten Programme und Ansprechpartner vor und zeigen Ihnen, wo Sie Hilfe finden.

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Am günstigsten der zehn teuersten Städte ist für so genannte „Expats“ (Menschen, die für ihre Firma ins Ausland gehen) laut der Mercer-Studie „Cost of Living Survey 2014“ Shanghai. Doch auch diese Stadt ist teurer geworden: 2013 rangierte sie noch auf Platz 14. Die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China bietet laut dem Internetportal expatistan.com ein Mittagessen im Geschäftsviertel für umgerechnet 8 Euro. Ein Liter Milch kostet 2,93, ein Kilo Tomaten 1,47 Euro. Für eine etwa 85 Quadratmeter große möblierte Wohnung in einem schicken Stadtteil muss man monatlich etwa 1.986 Euro Miete berappen. Ein Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr kostet etwa 32 Euro, Eine Packung Marlboro-Zigaretten 2,40 Euro. Die Zahlen für die Mercer-Studie Cost of Living Survey 2014 wurden im März 2014 ermittelt. Die Devisenkurse und der Umfang von Waren und Dienstleistungen des Monats März bilden die Grundmesswerte dieser Studie. Das Beratungsunternehmen Mercer veröffentlicht jährlich ebenso Studien zur Lebensqualitität und Sicherheit in Weltmetropolen. Quelle: AFPAutomobilindustrie: Zulieferer wachsen mit den HerstellernEs sind Familienunternehmen wie der Wälzlagerspezialist Schaeffler, die mit der Globalisierung zu Exportriesen geworden sind. Mit einer operativen Rendite vor Zinsen und Steuern von gut 13 Prozent und mehr als elf Milliarden Euro Jahresumsatz gehören die Franken zu den führenden Autozulieferern weltweit. Dank der internationalen Nachfrage steigerte Schaeffler den Umsatz im Autogeschäft in den ersten neun Monaten um gut sieben Prozent. Die deutschen Autozulieferer erwirtschafteten 2012 fast 25 Milliarden Euro Auslandsumsatz. Sie folgen den Herstellern um den Globus: 2012 bauten die Deutschen 8,2 Millionen Autos im Ausland, 5,4 Millionen im Inland. Viele Teile für die im Ausland gefertigten Wagen kommen aus Deutschland. Als Faustregel gilt, dass drei neue Jobs im Ausland einen im Inland schaffen. Quelle: dpa
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