Geballte Kompetenz
Der Export verleiht Flügel

Für das starke Auslandsgeschäft sind nicht allein die großen Konzerne verantwortlich. Vor allem im Maschinenbau dominiert der Mittelstand. Aber eines haben alle gemeinsam: Exportfirmen sind besonders gewinnträchtig.
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DüsseldorfDass die Bundesrepublik viele Jahre lang Ausfuhrweltmeister war, hat für den Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup einen einfachen Grund: „Deutschlands Exportstärke resultiert aus der überragenden technologischen Kompetenz in vielen industriellen Sektoren, wie es sie in dieser geballten Form in keinem anderen Land auf der Welt gibt“, sagt der Präsident des Handelsblatt Research Institutes und frühere Wirtschaftsweise.

So ist für Rürup auch wenig verwunderlich, dass Deutschlands Ausfuhren die Einfuhren im September um 20,4 Milliarden Euro überstiegen. Damit wurde der bisherige Höchstwert vom Juni 2008 übertroffen, als der Handelsbilanzüberschuss bei 19,8 Milliarden Euro lag.

Deutsche Autobauer und ihre Zulieferer gelten eben als Garanten für Qualität, viele stark spezialisierte Maschinenbauer sind konkurrenzlos, und in keinem anderen Land ist die Chemieindustrie so innovationsorientiert wie hierzulande. Das hat sich auch im Ausland herumgesprochen, weshalb die drei Branchen die Liste der größten Exporteure anführen. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lieferten deutsche Hersteller Fahrzeuge und Autoteile wie Antriebssysteme, Lichtanlagen und Bremsen im Volumen von 110 Milliarden Euro ins Ausland.

Der Exporterlös der Maschinenbauer beläuft sich im gleichen Zeitraum auf 95 Milliarden Euro, der der Chemiebranche auf 63 Milliarden Euro. Am größten ist die Nachfrage in den asiatischen Schwellenländern, allen voran China. Auch in Latein-und Nordamerika sowie im Nahen Osten sind deutsche Produkte enorm gefragt.

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Der Export verleiht Flügel

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Weltweite Nachfrage steigt

Standort Taiwan - Deutsche Hightec-Textilien für Autos in ganz Asien

Vor der WM - deutsche Getränkeanlagen für Brasilien

Deutsche Strommasten für den Oman

Am günstigsten der zehn teuersten Städte ist für so genannte „Expats“ (Menschen, die für ihre Firma ins Ausland gehen) laut der Mercer-Studie „Cost of Living Survey 2014“ Shanghai. Doch auch diese Stadt ist teurer geworden: 2013 rangierte sie noch auf Platz 14. Die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China bietet laut dem Internetportal expatistan.com ein Mittagessen im Geschäftsviertel für umgerechnet 8 Euro. Ein Liter Milch kostet 2,93, ein Kilo Tomaten 1,47 Euro. Für eine etwa 85 Quadratmeter große möblierte Wohnung in einem schicken Stadtteil muss man monatlich etwa 1.986 Euro Miete berappen. Ein Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr kostet etwa 32 Euro, Eine Packung Marlboro-Zigaretten 2,40 Euro. Die Zahlen für die Mercer-Studie Cost of Living Survey 2014 wurden im März 2014 ermittelt. Die Devisenkurse und der Umfang von Waren und Dienstleistungen des Monats März bilden die Grundmesswerte dieser Studie. Das Beratungsunternehmen Mercer veröffentlicht jährlich ebenso Studien zur Lebensqualitität und Sicherheit in Weltmetropolen. Quelle: AFPAutomobilindustrie: Zulieferer wachsen mit den HerstellernEs sind Familienunternehmen wie der Wälzlagerspezialist Schaeffler, die mit der Globalisierung zu Exportriesen geworden sind. Mit einer operativen Rendite vor Zinsen und Steuern von gut 13 Prozent und mehr als elf Milliarden Euro Jahresumsatz gehören die Franken zu den führenden Autozulieferern weltweit. Dank der internationalen Nachfrage steigerte Schaeffler den Umsatz im Autogeschäft in den ersten neun Monaten um gut sieben Prozent. Die deutschen Autozulieferer erwirtschafteten 2012 fast 25 Milliarden Euro Auslandsumsatz. Sie folgen den Herstellern um den Globus: 2012 bauten die Deutschen 8,2 Millionen Autos im Ausland, 5,4 Millionen im Inland. Viele Teile für die im Ausland gefertigten Wagen kommen aus Deutschland. Als Faustregel gilt, dass drei neue Jobs im Ausland einen im Inland schaffen. Quelle: dpa
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