Salewa in Südtirol
Die Deutsch-Italiener

Die Outdoor-Marke Salewa hat ihren Hauptsitz schon 1990 ins italienische Südtirol verlegt. Den Berg-Spezialisten kommt dort nicht nur die Zweisprachigkeit, sondern auch die Nähe zu den Alpen gelegen.
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MilanoDeutsche Technologie und italienisches Design. So fasst der Vorstandsvorsitzende von Salewa, Massimo Baratto die Vorteile des Outdoor-Spezialisten mit den zwei Seelen zusammen. „Wir sind halb deutsch, halb italienisch und wollen die Stärken beider vereinen“, sagt der Manager des Familienunternehmens.

Gegründet wurde das Unternehmen 1935 einst in München als Bergsportspezialist, der sich später zum Outdoor-Ausrüster mit Schlafsäcken, Rucksäcken und Zelten entwickelt. In den 80er Jahren gibt Salewa der Südtiroler Oberalp-Gruppe der Familie Oberrauch die Lizenz, um Bekleidung unter der Marke Salewa zu verkaufen.

Als es dann 1990 bei dem deutschen Unternehmen finanzielle Probleme gab, übernahmen die Südtiroler die Marke und verlegten den Firmensitz komplett nach Italien. Genauer gesagt nach Südtirol, nach Bozen, wo die Menschen besser deutsch als italienisch sprechen. Nur die Ausrüstungsparte - Bindungen, Zelte, Rucksäcke - ist in Deutschland geblieben.

„Steuerlich haben wir hier gegenüber Deutschland eher Nachteile“, gibt Baratto zu und rechnet vor, dass sie in Italien rund fünf Prozent mehr Steuern und außerdem höhere Sozialabgaben zahlen müssen. „Aber wir profitieren von der doppelten Kultur hier und davon, dass wir im Herzen der Alpen liegen“.

In Bozen, in dem neuen, futuristischen Gebäude, das erst vor wenigen Jahren eingeweiht wurde, arbeiten und leben die Mitarbeiter heute die M&M-Philosophie des Unternehmens. Die hat aber weniger mit den gleichnamigen Schoko-Leckerein zu tun, als mit Sport und Arbeit.

Bei Salewa stehen die Buchstaben für Mountain & Management. „Um bei uns erfolgreich zu sein, braucht man beides: die Leidenschaft für die Berge, aber auch Managementfähigkeiten“, sagt Baratto. Die Leidenschaft für die Berge fördert das Unternehmen auch in der Praxis: Jeden Donnerstag Abend etwa organisiert Salewa für die Mitarbeiter eine Ski-Tour mit Taschenlampen. Außerdem bietet der Outdoor Spezialist seinen Angestellten im Winter Ski- und im Sommer Kletterkurse an.

Baratto sieht einen weiterer Vorteil an dem italienischen Sitz: das Gespür für italienisches Design. Die Schnitte, Passformen, Farben sind einfach anders in Italien. So erklärt er auch, dass Salewa in Italien Marktführer ist und sich deutsche Marken wie Schöffel bisher südlich der Alpenregionen nicht wirklich durchsetzen können. „Viele Marken, die in Deutschland funktionieren, funktionieren vielleicht in Südtirol, aber schon in Verona nicht mehr“, sagt der Vorstandsvorsitzende.

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