Umwelttechnik aus Deutschland
Energie ohne Grenzen

Die Umwelttechnik aus Deutschland ist international gefragt - vor allem High-Tech-Anbieter profitieren. Um an dem Boom dauerhaft teilzuhaben, ist ständige Innovation gefragt
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KölnChristopher Noble hat den Anbieter seiner neuen Biogasanlage mit Bedacht gewählt. "Das technische Fachwissen des Herstellers war entscheidend", sagt der Farmer aus Linwood im US-Bundesstaat New York. Noble will nicht nur Strom für seinen Hof erzeugen, auch 300 Haushalte sollen mit Energie versorgt werden. Dafür braucht es bewährte Technik. Fündig geworden ist Noble bei einem deutschen Anbieter.

Für Exporteur Envitec Biogas ist der Farmer seit dem Markteintritt im vergangenen Jahr der zweite Kunde in den USA. In Europa ist das niedersächsische Unternehmen schon in 19 Ländern vertreten. Die Internationalisierung ist für Vertriebsvorstand Roel Slotman auch eine Flucht nach vorn: "Nach den politischen Diskussion um die Zukunft der Erneuerbaren in Deutschland sehen wir die künftigen Kernmärkte eher im Ausland."

Nicht nur Envitec Biogas erhofft sich gute Geschäfte im Ausland: Mit ihrem Know-how bei Erneuerbaren und energieeffizienten Techniken wollen auch andere Wegbereiter der Energiewende die Erschließung neuer Märkte vorantreiben. Nach Einschätzung von Klaus Rennings stehen die Chancen dafür gut. "Umwelttechnik aus Deutschland hat weltweit die besten Voraussetzungen, um am Markt zu bestehen", sagt der Wissenschaftler am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

In einem Forschungsprojekt hat Rennings den Weltmarkt der Branche analysiert. Kriterien waren unter anderem Preisstrukturen, Wettbewerbssituation und das technologische Image des Exportlandes. Von den guten Voraussetzungen werden danach nicht alle Unternehmen gleichermaßen profitieren, sagt Rennings: "High Tech hat es deutlich leichter, als Produkte mit niedrigem Technologiegrad."

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Weltweite Nachfrage steigt

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Am günstigsten der zehn teuersten Städte ist für so genannte „Expats“ (Menschen, die für ihre Firma ins Ausland gehen) laut der Mercer-Studie „Cost of Living Survey 2014“ Shanghai. Doch auch diese Stadt ist teurer geworden: 2013 rangierte sie noch auf Platz 14. Die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China bietet laut dem Internetportal expatistan.com ein Mittagessen im Geschäftsviertel für umgerechnet 8 Euro. Ein Liter Milch kostet 2,93, ein Kilo Tomaten 1,47 Euro. Für eine etwa 85 Quadratmeter große möblierte Wohnung in einem schicken Stadtteil muss man monatlich etwa 1.986 Euro Miete berappen. Ein Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr kostet etwa 32 Euro, Eine Packung Marlboro-Zigaretten 2,40 Euro. Die Zahlen für die Mercer-Studie Cost of Living Survey 2014 wurden im März 2014 ermittelt. Die Devisenkurse und der Umfang von Waren und Dienstleistungen des Monats März bilden die Grundmesswerte dieser Studie. Das Beratungsunternehmen Mercer veröffentlicht jährlich ebenso Studien zur Lebensqualitität und Sicherheit in Weltmetropolen. Quelle: AFPAutomobilindustrie: Zulieferer wachsen mit den HerstellernEs sind Familienunternehmen wie der Wälzlagerspezialist Schaeffler, die mit der Globalisierung zu Exportriesen geworden sind. Mit einer operativen Rendite vor Zinsen und Steuern von gut 13 Prozent und mehr als elf Milliarden Euro Jahresumsatz gehören die Franken zu den führenden Autozulieferern weltweit. Dank der internationalen Nachfrage steigerte Schaeffler den Umsatz im Autogeschäft in den ersten neun Monaten um gut sieben Prozent. Die deutschen Autozulieferer erwirtschafteten 2012 fast 25 Milliarden Euro Auslandsumsatz. Sie folgen den Herstellern um den Globus: 2012 bauten die Deutschen 8,2 Millionen Autos im Ausland, 5,4 Millionen im Inland. Viele Teile für die im Ausland gefertigten Wagen kommen aus Deutschland. Als Faustregel gilt, dass drei neue Jobs im Ausland einen im Inland schaffen. Quelle: dpa
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