25 Jahre Haft für Bout: Moskau bezeichnet Urteil als „parteiisch“

25 Jahre Haft für Bout
Moskau bezeichnet Urteil als „parteiisch“

Die russische Regierung hat die US-Justiz nach der Verurteilung des russischen Waffenhändlers Viktor Bout scharf kritisiert und vor einer Belastung der Beziehungen zwischen den USA und Russland gewarnt.
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MoskauRussland hat verstimmt auf die Verurteilung des Waffenhändlers Viktor Bout in den USA reagiert. Das Urteil gegen den Russen sei politisch motiviert und entbehre einer juristischen Grundlage, erklärte das Außenministerium in Moskau am Freitag. Der als „Händler des Todes“ bekannte Bout war am Vortag von einem Gericht in New York zu einer 25-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er wurde für schuldig befunden, an einer Verschwörung zum Mord an US-Soldaten beteiligt gewesen zu sein und Luftabwehrraketen an eine Terror-Organisation verkauft zu haben.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Bout zudem vor, Waffendeals mit diktatorischen Regierungen in Angola, Liberia, Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo abgeschlossen zu haben. Das Gericht in Manhattan habe die Argumente der Verteidiger ignoriert und damit ganz offensichtlich im Auftrag der Politik gehandelt, erklärte das russische Außenministerium. Russland werde sich bemühen, Bouts Ausreise in seine Heimat zu erwirken.

Das Urteil kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt für die amerikanisch-russischen Beziehungen. Der jetzige russische Ministerpräsident Wladimir Putin tritt im kommenden Monat eine neue Amtszeit als Präsident an, während US-Präsident Barack Obama noch um seine Wiederwahl im November bangen muss. Politische Beobachter sagten allerdings, das jüngste Urteil werde das Verhältnis zwischen den beiden Ländern nicht maßgeblich belasten.

„Es könnte weitere Erklärungen von Russland geben, aber ich glaube absolut nicht, dass dies die Beziehungen beeinflussen wird“, sagte Maria Lipman vom Carnegie Moscow Center. „Das Urteil war voraussehbar.“

Bout war bereits im Jahr 2008 in Bangkok festgenommen worden - weniger als ein Jahr nachdem zwei US-Enthüllungs-Journalisten ein Buch über die Geschäfte des Waffenhändlers veröffentlicht hatten. In Thailands Hauptstadt ging Bout zwei Mitarbeitern der US-Drogenpolizei in die Fänge, die sich als kolumbianische Rebellen im Kampf gegen US-Streitkräfte ausgaben. Bout beteuerte bis zuletzt seine Unschuld. „Ich habe niemals die Absicht gehabt, jemanden zu töten“, sagte er vor Gericht. „Ich habe niemals die Absicht gehabt, irgend jemanden Waffen zu verkaufen. Gott kennt die Wahrheit.“

Sein Anwalt kündigte an, das Urteil anzufechten. Im Zentrum des Prozesses stand der Vorwurf, Bout habe einer Waffenlieferung an Männer zugestimmt, die er für kolumbianische Rebellen gehalten habe. Diese sollen Angriffe auf US-Soldaten geplant haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " 25 Jahre Haft für Bout: Moskau bezeichnet Urteil als „parteiisch“"

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  • Wenn es eine perverse Welt gibt donolli dann ist das wohl Russland, denn die Regierungen anderer Länder bezahlen keine Leute (wie sie z.b.) die sich die Geschichten gerade so drehen wie es ihnen passt. Oder es anprangert das ein Waffenhändler verurteilt werden soll auf dessen Konto abertausende Menschenleben gehen. Komisch das eine Verurteilung eines Waffenhändlers größere Wellen schlagen als eine durch und durch manipulierte Wiederwahl Putins.
    Das nenn ich eine perverse Welt.

  • Wenn es eine perverse Welt gibt donolli dann ist das wohl Russland, denn die Regierungen anderer Länder bezahlen keine Leute (wie sie z.b.) die sich die Geschichten gerade so drehen wie es ihnen passt. Oder es anprangert das ein Waffenhändler verurteilt werden soll auf dessen Konto abertausende Menschenleben gehen. Komisch das eine Verurteilung eines Waffenhändlers größere Wellen schlagen als eine durch und durch manipulierte Wiederwahl Putins.
    Das nenn ich eine perverse Welt.

  • Und hast du auch irgendeine Quelle Oelblase ? Arbeitest du beim KGB ? Wenn Chodorowski angeblich 10 Bürgermeister und 100 Journalisten ermordet hat müsste das bei Putin ungefähr die 10 bis 20 fache Menge sein. Kann Nobody nur zustimmen in Russland ist das eine absolut gängige Form das Parteitreue bezahlt werden irgendwelche Kommentare abzugeben. Sehr schlimm das diese Praxis jetzt nach Deutschland überschwappt um die Akzeptanz der menschenfeindlichen Politik Russlands zu fördern.

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